Erstellt am 29. Oktober 2013, 20:55

KOMMENTAR. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

Schauen Sie auch auf ihr Börserl? Und finden sie: Geiz ist geil? Die Werbung will uns eintrichtern, dass es sich auszahlt, immer nach dem „besten Angebot“, sprich dem billigsten Produkt zu greifen. Da darf man dann aber gar nicht weiter darüber nachdenken, unter welchen Bedingungen zum Beispiel Gemüse oder Wein geerntet beziehungsweise produziert wird. Denn der ÖGB spricht in diesem Zusammenhang gerne von „mieser Ausbeute“ der Erntehelfer (siehe die

).

Die kritisierten Arbeitsbedingungen: ein Stundenlohn von 3,50 Euro und oft sind die Arbeiter nicht einmal angemeldet, also auch nicht versichert. Und das sind keine Einzelfälle, betont der ÖGB.

Das zeigen auch die Kontrollen der Finanzpolizei, auch wenn sich die Bauern dadurch oft schikaniert fühlen. Denn die schwarzen Schafe schaden dem Ruf einer ganzen Branche und verschaffen sich zudem einem Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen Gemüsebauern oder Winzern, die ihre Erntehelfer korrekt anmelden und gerecht bezahlen.