Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

KOMMENTAR. Sechs Sechs-Punkte-Spiele

Selbsternannte Fußballexperten – man möge ihnen einmal Glauben schenken – gehen davon aus, dass 30 Punkte in der 2. Liga Nord reichen, um nicht abzusteigen.

Von Rang sieben abwärts befinden sich also noch neun Vereine in der Gefahrenzone. Die Trausdorfer sind von dieser „Hürde“ noch satte acht Punkte entfernt. Tendenz? Spielerisch ansehnlich und aufsteigend, doch unterm Strich – vier Niederlagen (drei unter der Regie von Neo-Trainer Andi Hermann) en suite. Der Feuerwehrmann auf der Trainerbank hat einige Brandherde zu löschen. Die vermeintlich Unzufriedenen (Ex-Coach Tommy Gumatz scheiterte an der oft zitierten Chemie) im Kader durften gegen die Liga-Krösusse Wallern und Sankt Georgen zeigen, was sie drauf haben. Auf der Habenseite: Schön gespielt, aber brotlose Kunst.

Packt der neue Besen Andi Hermann jetzt den Stahlrechen oder die Wünschelrute aus? Hier ist wieder die Chemie gefordert. Um eine Explosion, also einen Abstieg zu vermeiden, müssen alle im Verein aus demselben Kochtopf löffeln. Denn das Restprogramm mit Halbturn, Siegendorf, Apetlon, Leithaprodersdorf, Breitenbrunn und Steinbrunn ist nicht ohne.

In Wahrheit handelt es sich hier um sechs Sechs-Punkte-Spiele, um eine verkorkste Saison noch halbwegs zu retten.