Erstellt am 24. Oktober 2012, 00:00

KOMMENTAR. Alles ist möglich – nach unten hin

Im Normalfall spricht man davon, dass die Spitze zusammenrückt. Anders ist die aktuelle Lage in der 2. Liga Nord – hier rücken Mittelfeld und Abstiegsplätze eng zusammen. Nach mehr als einem Drittel der Meisterschaft trennen den Vierten, Nickelsdorf, vom Tabellenletzten Halbturn gerade einmal sieben Punkte. Mit zwei Siegen (oder zwei Pleiten) in Folge ist man live dabei – entweder im gesicherten Mittelfeld oder auf einem Abstiegsplatz. Die Dichte der Teams, die weder über das nötige Budget noch über eine jahrelang eingespielte Truppe verfügen, wird größer. Spannende Partien häufen sich. Jeder kann jeden schlagen.

An der Tabellenspitze zeichnet sich der erwartete Zweikampf ab. Wallern und Sankt Georgen werden sich wohl noch lange um den Platz an der Sonne matchen. Die Wallerner haben zuletzt das direkte Duell gewonnen und sich dadurch einen guten Punktepolster verschafft. Lediglich die Illmitzer spielen mit ihrer Eigenbaumannschaft in einer eigenen Liga. Diese Philosophie kann in einem oder zwei Jahren auch den Aufstieg bescheren. Positiv ist dieser Umstand für die Fußballfans allemal. Denn Runde für Runde stehen sich Mannschaften gegenüber, wo keiner in der Favoritenrolle steht. Auch wenn sich das Niveau nach unten orientieren mag: Der Faktor Spannung steigt parallel enorm.

ta.zvb@renietsnettalp.m