Erstellt am 17. Oktober 2012, 00:00

KOMMENTAR. Oberflächliche Vorwürfe

Der höchste Punkt Andaus sorgt derzeit für einigen Wirbel in der Gemeinde. Seit der Hügel vor circa dreißig Jahren durch Anschüttung einer Sandgrube künstlich geschaffen wurde, ist er der höchste Punkt des Ortes, der sonst eher für seine erfolgreichen Winzer und deren Weine bekannt ist. Nun soll sich ausgerechnet unter dem Andreasberg eine Mülldeponie befinden. Angegriffen wird vor allem der bisherige Bürgermeister Matthias Gelbmann in dem anonymen Brief, der auch der Bezirkshauptmannschaft auf den Tisch flatterte. Doch dort ist man mit den Fakten, wie eine Sandgrube zum Andreasberg wurde, bestens vertraut und hat dem Schreiben genau die Bedeutung zugemessen, das es verdient: Es wurden keinerlei Untersuchungen eingeleitet. Die hat nämlich schon seit mehr als zehn Jahren das zuständige Bundesministerium durchgeführt und festgestellt, dass sich kein illegaler Müll unter dem Hügel befindet. Außer, dass ein Wahrzeichen der Gemeinde schlecht gemacht wird, hat der Briefschreiber damit nichts erreicht. Zu Wahlzeiten scheinen eben andere Maßstäbe zu gelten.

ta.zvb@retier.p