Erstellt am 18. Dezember 2013, 23:59

Neo-Coach schon voll gefordert. Martin Plattensteiner über die Spielerrevolte beim ASV Neufeld.

Neue Besen kehren besser – das dachte sich der Neufelder Vorstand und servierte Roman Waldherr als Trainer ab, der den Spielern ordentliche Freiheiten ließ. Rasch folgte mit Kurt Gomig ein neuer Mann für die Betreuerbank.

Quasi um die Revoluzzer der Truppe zur Vernunft zu bringen, wurde von der sportlichen Leitung der Trainingsauftakt um mehr als einen Monat vorverlegt – also in die vorweihnachtliche Punsch- und Drangzeit. Der Spielerrat war sich schnell einig: Mit uns nicht. Kein einziger Kicker erschien am für Dienstag der Vorwoche angesetzten ersten Trainingstag.

Eine Kampfansage der ASV-Akteure, die sich in den letzten Wochen sowieso schon mit finanziellen Kürzungen anfreunden mussten. Spieler gegen Vorstand – wer soll diese Machtprobe gewinnen? Die Fronten scheinen verhärtet, viele Spieler drohen mit einem baldigen Vereinswechsel.

Ein Trumpf-Ass im Ärmel kann Neo-Coach Kurt Gomig sein. Er hat die peinliche Verweigerung schon abgehakt. „Wer will sich schon mit Laufschuhen vor den Weihnachtsferien präsentieren?“, zeigt er Verständnis für seinen Kader, den er noch gar nicht kennt. Und stellt ihnen die Rute ins Fenster: „Mehr als elf Spieler brauche ich nicht, um anzutreten. Wer Bereitschaft zeigt, kann etwas erreichen. Egal ob 15 oder 35 Jahre.“ Zuckerbrot und Peitsche – das könnte auch in Neufeld klappen.