Erstellt am 11. September 2013, 10:10

Nutznießer mit ins Boot holen. Pia Reiter über gewünschte, aber auch unliebsame Beteiligungen.

Aus unternehmerischer Sicht wäre das Hallenbad wohl einer der ersten „Betriebe“, der aufgrund wirtschaftlicher Erfolglosigkeit geschlossen würde. 600.000 Euro pro Jahr muss Neusiedl am See aufbringen, damit das Hallenbad ausgeglichen bilanziert.

Auch im Gemeinderatswahlkampf war das Hallenbad Thema, für eine Schließung ausgesprochen hat sich aber keine der Parteien in der Stadt. Im Gegenteil. Keine wollte an eine Schließung denken.

Die Stadt will sich das Hallenbad also leisten. Für die Bürger, aber auch als Schlechtwetterprogramm für Touristen und Lern- und Sportstätte für Schulen und Schwimmunion, wo allein 300 Kinder pro Jahr das Schwimmen lernen. Und diese Schüler kommen nicht nur allein aus Neusiedl, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden. Auch diesen sollte es etwas Wert sein, dass es in der Bezirkshauptstadt ein Hallenbad gibt, in dem Schwimmunterricht abgehalten werden kann und es Ehrensache sein, sich als Nutznießer an den Kosten zu beteiligen.