Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Ohne Geld keine Musik. PIA REITER über einen Schatz, der wohl unerforscht bleibt.

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Moderne Technik kann bei der Entdeckung und Vermessung archäologischer Funde sehr nützlich sein (siehe Seite 23). Doch das Problem am Einsatz von neuen Untersuchungsmethoden: Sie sind teuer. Und die Archäologie ist eine Wissenschaft, der ausreichend finanzielle Mittel zur Erforschung fehlen. Außerdem sorgt die derzeitige Gesetzgebung dafür, dass viele archäologische Entdeckungen erst gar nicht gemeldet werden. Denn laut Gesetz zahlt die Untersuchungen der, auf dessen Grund die Funde entdeckt wurden. Wer kann, und will sich das schon leisten, wenn man keinen Konzern im Rücken hat, der die Untersuchungen finanziert? Doch auch bei der Bewag war man froh, dass die großen Funde, also die römische Villa, auf dem Nachbargrundstück entdeckt wurden. Zu viel Zeit und Geld hätte es andernfalls gekostet und das Umspannwerk wäre nicht rechtzeitig fertig geworden . Das ist aber notwendig, um all den Strom, den die neuen Windparks produzieren werden, ins Netz einspeisen zu können.

Die Geschichte unserer Region zu erforschen sollte aber nicht vom wirtschaftlichen Denken bestimmt werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen gehören auf jeden Fall überdacht.

p.reiter@bvz.at