Erstellt am 01. Februar 2012, 07:51

Pensionen als gefährdete Art. PIA REITER über das große Problem mit den kleinen Zimmervermietern.

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Tourismusexperten und Politik freuen sich gleichermaßen über die Jubelmeldungen: Die Region Neusiedler See ist bei den Gästen so beliebt wie noch nie und hat seit fünf Jahren in Folge mehr Nächtigungen erzielt (siehe Seite 29). Doch kann diese Entwicklung anhalten? Gibt es in ein paar Jahren überhaupt noch das Potenzial in der Region, um die Zahlen immer wieder steigern zu können? Tourismusexperten zweifeln immer lauter daran. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass gerade im Fremdenverkehr der Nachwuchs fehlt. Immer mehr ein bis zwei Stern-Betriebe sperren zu, weil sie keine Kinder haben, die den Betrieb weiter führen wollen oder weil sie eine Menge Geld investieren müssten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Entwicklung, die sich bereits seit einigen Jahren abzeichnet. Allein ein Rezept gegen das Zusperren ist noch nicht gefunden. Da ist auch die Politik gefordert, um Anreize und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit auch dieser Bereich wieder durch Neugründungen oder Investitionen belebt wird. Lässt sich die Politik jedoch noch lange bitten, wird dieses Tourismus-Segment wohl zu einer gefährdeten Art werden.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at