Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Qualität statt Massenprodukt. PIA REITER über eine geringe Traubenernte und steigende Weinpreise

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Es war kein leichtes Jahr für die Winzer: Heuer macht die geringste Erntemenge seit 25 Jahren den Weinbauern ganz schön zu schaffen (Seite 7). Von Einbußen im Segment Weißwein bis zu 35 Prozent ist da die Rede. Sicher ist schon jetzt: Die Preise sollen erhöht werden. Experten erwarten sich eine Teuerung vor allem im Billigbereich wie Supermarktwein oder Landwein, der gerne als Spritzer ausgeschenkt wird.

Von den Weinbauern hört man, dass die „Preisanpassung“ längst überfällig sei und eine Steigerung von 20 Prozent erwartet werde. Tiefer in die Tasche greifen heißt es da für alle Liebhaber heimischer Weine, denn die vorhandene Menge an Weißwein kann nicht einmal den österreichischen Markt abdecken. Auch für nächstes Jahr schauen die Weinprognosen düster aus: Frostschäden an den Reben werden für die Ernte 2011 befürchtet. Da bleibt höchstens noch die Alternative auf ausländische Weine auszuweichen.

Vielleicht denken jetzt auch die Konsumenten um: Wer ein Patriot in Sachen Wein bleiben will, trinkt eben weniger Spritzer, genießt dafür aber einen guten Weißwein aus der Region.

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p.reiter@bvz.at