Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Schade um die „Bauernschule“. PIA REITER über eine Schule mit Geschichte und Ausbildung mit Zukunft.

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Es ist beschlossene Sache: Die Landwirtschaftliche Fachschule in Neusiedl am See ist Geschichte. In ihrer bisherigen Form und am jetzigen Standort wird es sie nicht mehr geben. Es war einfach nicht mehr wirtschaftlich, die Schule weiterzuführen. Das haben der Rechnungshof und ein von Landerat Andres Liegenfeld in Auftrag gegebener Bericht bestätigt. Investitionen in der Höhe von 6,8 Millionen Euro wären notwendig gewesen, um aus der alten Schule eine moderne Bildungseinrichtung zu machen. In Zeiten der Wirtschaftskrise, wo Sparen– vor allem für die Politik - oberstes Gebot ist. Während ganz Österreich über die Schuldenbremse diskutiert, hat Liegenfeld die Notbremse gezogen. Bei derzeit 70 Schülern hätte man pro Jugendlichen knapp 100.000 Euro investieren müssen. Schade, dass in unserem Bezirk, der für den Gemüseanbau im Seewinkel bekannt ist, diese Ausbildungsform nun in dieser Form nicht mehr angeboten wird. Auch wenn es am Pannoneum einen neuen Zweig geben wird, wobei es hier noch an Details zu feilen gilt, muss ein wenig Wehmut bei den Betroffenen erlaubt sein.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at