Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Schule als „Bauernopfer“?. PIA REITER über eine Schule, in Neusiedl , die nun gestorben ist.

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Nun steht es also fest: Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) oder auch Schule für Agrar- und Familienmanagement in Neusiedl am See macht in zwei Jahren ihre Pforten dicht. Das Motto „Lernen fürs Leben“ war anscheinend nicht genug. Ursprünglich wollte man, weil sich die Renovierung des alten Schulgebäudes nicht lohnt, ja einen zweijährigen Lehrgang am Pannoneum etablieren. Dieses Vorhaben ist nun gescheitert. Schultypen, Schulrecht und Zuständigkeiten waren einfach nicht kompatibel, heißt es. Doch die LFS vorschnell als Bauernschule abzutun, das wäre zu einfach und würde der Ausbildung auch nicht gerecht. Schüler, Eltern und Lehrer haben für die Erhaltung gekämpft. Genützt hat es nichts. Denn die Politik konnte sich nicht auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen. Deshalb ist nun endgültig Schluss. Die Ausbildung sei ohnehin nicht mehr zeitgemäß, kritisieren die einen, die anderen verweisen auf die Ausbildung zur Heimhilfe und dass gerade in diesem Bereich viel Potenzial steckt. Trotzdem beschleicht einen das Gefühl, dass die LFS hier als Bauernopfer herhalten muss, weil die Kosten für die Renovierung einfach zu hoch waren.

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ta.zvb@retier.p