Erstellt am 19. März 2014, 08:44

von Pia Reiter

Spannungsfeld Natur/Tourismus. Pia Reiter über Offenheit, zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt.

Wo hört der Naturschutz auf, und wo ist es nötig, Maßnahmen zur Gesundheit der Menschen zu setzen? Mit dieser Frage sehen sich die beiden Tourismusorte St. Andrä am Zicksee und Podersdorf am See konfrontiert.

Ein „mangelhaft“ beim gefürchteten EU-Badegewässer-Bericht schwebt wie ein Damoklesschwert über den beiden Gemeinden. Gemeinsam mit der Landesregierung wurde nun bereits im Vorfeld und mehr als zwei Monate vor Erscheinen des Berichts die Öffentlichkeit informiert.

Gleichzeitig wurden auch gleich Maßnahmen präsentiert, damit das Baden durch eine überhöhte Bakterienanzahl kein gesundheitliches Risiko ist. Nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Die Gemeinden lassen sich das Einiges kosten, allein Podersdorf investiert mehr als 500.000 Euro.

Viele machen auch die vielen Wasservögel für die Verschmutzungen verantwortlich. Doch das wäre zu einfach, denn in einem Nationalparkgebiet leben nun mal zahlreiche Vogelarten und die Touristen kommen ja auch gerade deshalb an den See, weil sie die Natur genießen wollen.