Erstellt am 17. September 2014, 08:45

von Angela Pfalz

Eine Frage der Philosophie. Angela Pfalz über Grundfragen des Fußballs im Unterhaus.

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Der Abgang von Hannes Schneider beim UFC Pamhagen wirft einmal mehr die Frage auf, wie viele bezahlte Spieler eine Mannschaft in der 1. Klasse Nord heute braucht. Schneider hatte den Verein schon zu Saisonbeginn darauf hingewiesen, dass man mit diesem Team gegen den Abstieg spielen werde. Ob dem so ist, wird die Zukunft zeigen. Sektionsleiter Manfred Steiner betonte, dass der Verein nicht mit acht Legionären spielen wolle. Fakt ist, dass heute kein Verein auf bezahlte Spieler verzichten kann.

Aber wie viele braucht man genau? Und was ist besser: Vorne mitzuspielen oder doch mit Eigenbauspielern den Abstiegskampf zu bestreiten? Natürlich kann man auch mit Eigenen vorne mitspielen, so wie das etwa Wallern das seit Jahren tut. Doch ist dies mit einem jahrelangen Aufbauprozess verbunden, für den es am Ende doch keine Erfolgsgarantie gibt – genauso wenig, wie eine Ideallösung für die Problematik. Wahrscheinlich ist, wie so oft, der Mittelweg der beste.

Denn auf ein Extrem folgt meistens das andere. Ohnehin ist es eine Entscheidung, die jeder Klub selbst treffen muss. Vorausgesetzt, die Frage stellt sich überhaupt. Bei manchen nimmt die prekäre Finanzlage die Antwort nämlich vorweg. Am Ende des Tages zählt, ob sich die Investitionen gelohnt haben, ob guter Fußball gespielt wurde und dass man die Fans begeistern konnte.