Erstellt am 14. Januar 2015, 09:11

von Philipp Heisz

Wettrüsten um welchen Preis?. Philipp Heisz über die Transferaktivitäten vieler Teams und deren Problematiken.

Im Amateurfußball kommt es ligaunabhängig fast jedes Jahr zum Wettrüsten. Aber zu welchem Preis? Fast schon gewohnheitsbedingt stärken sich die Titelträger mit etlichen Neuerwerbungen für die nächste Saison.

Negative Folgen werden hierbei außer Acht gelassen. Viele Transfers versperren den Weg für den Eigenbau oder Spieler aus der Region. Dies hat zur Folge, dass sich Frustration bei den einheimischen Kickern breitmacht und die Jungs den Spaß am Sport verlieren. Das wiederum schlägt sich in den Zuschauerzahlen nieder.

Lokales Publikum will oftmals bekannte Gesichter auf dem Rasen sehen. Durch diese Kettenreaktion erreicht man schließlich einen hohen finanziellen Druck – durch höhere Kosten bei gleichzeitig schwindenden Einnahmen steigt das allgemeine Risiko.

Ist es wirklich so problematisch – falls es einfach nicht reicht –, nach einem Aufstieg im darauffolgenden Jahr wieder abzusteigen? Hier geht es bei vielen Klubs um Prestige, was trotzdem unverständlich ist. Denn es ist mit Sicherheit angenehmer mit einem Abstieg zu leben, als die Existenz eines Sportvereins zu riskieren. Also bleibt nur zu hoffen, dass es künftig im Fußball weiterhin um das Wesentliche geht, nämlich um Leidenschaft und Identifikation.