Erstellt am 10. Dezember 2015, 10:40

von Pia Reiter

Unerwünschter Namensvetter. Pia Reiter über eine Straße, die für allerhand Gesprächsstoff sorgt.

Für große Diskussionen sorgt derzeit die Wahl eines Straßennamens in Zurndorf: Im Jahr 2000 entschied der Gemeinderat, einstimmig, eine neue Straße Hans Hinkelweg zu benennen. Dieser war ein Zurndorfer Schmied, der sich bei der Türken-Abwehr im Jahr 1683 einen Namen gemacht hatte. So weit, so gut. Ein dummer Zufall ist nur, das Hans Hinkel kein einzigartiger Name ist.

Denn wie das Leben so spielt, hat der Zurndorfer Schmied einen „prominenten“ Namensvetter – allerdings im negativen Sinne: Ein deutscher SS-Führer trug nämlich den gleichen Namen. In Zurndorf war das aber anscheinend niemandem bekannt. Auch auf die Idee, vor dem Beschluss des Straßennamens nachzuforschen, ob dieser vielleicht umstritten sein könnte, kam damals niemand. Nun ist die Aufregung groß.

Dabei könnte dieser unglückliche Zufall, leicht aufgeklärt werden: Denn auf ihren Schmied können die Zurndorfer ja durchaus stolz sein, eine Zusatztafel zum Straßenschild würde sicher zur Aufklärung beitragen.