Erstellt am 07. Mai 2014, 08:48

von Pia Reiter

Vorsorgen, statt nachher leiden. Pia Reiter über einen übereilten Start und zögerliche Resonanz.

Jede achte Frau in Österreich erkrankt laut Statistik an Brustkrebs. Ein guter Grund also, ein Vorsorgeprogramm zur Früherkennung zu starten. Diese an sich gute Idee hatte auch das Gesundheitsministerium. Nur an der Ausführung scheint es erheblich zu mangeln.

Ein verfrühter, überstürzter Start mit dem Versenden der Einladungsbriefe an Frauen zwischen 45 und 69 Jahren, ohne das Programm überhaupt vorher in den Medien bekannt gemacht zu haben, führte zu einer geringen Resonanz (siehe Seite 16). Von 8.000 zur Mammografie eingeladenen Frauen, kamen gerade einmal 50 Frauen burgenlandweit zur Untersuchung. Nun entscheidet nicht mehr der Arzt, ob eine Mammografie gemacht wird, sondern das Alter.

Eine Systemumstellung, die sicher braucht, bis sie greift. Doch Verbesserungen sind dringend notwendig, um die Frauen zu motivieren, die in einigen Fällen sicher lebensrettende Untersuchung machen zu lassen. Denn Brustkrebs ist, sagen Experten, bei Früherkennung zu 90 Prozent heilbar.