Erstellt am 01. Dezember 2010, 06:59

War es zu kalt für die Demo?. PIA REITERü über eisige Temperaturen und einen heißen Protest.

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Da war der ganze Bezirk aufgerufen, sich gegen die geplante Deponie auf der Parndorfer Platte zu wehren. Doch wo sich die Veranstalter - die beiden Bürgerinitiativen Parndorf und Neudorf - drei- bis viertausend Demonstranten gewünscht hatten, kamen am vergangenen Samstag 1.200 Mitkämpfer zum Parndorfer Kreisverkehr.

Parndorfs Bürgermeister Wolfgang Kovacs „hätte sich mehr normale Leute erwartet“. Denn bei den Politikern war alles vertreten, was Rang und Namen hat. Sämtliche Landtagsabgeordnete des Bezirks aus allen Fraktionen, Nationalratsabgeordnete, ebenso der Landeshauptmann. Die Bürgerinitiative Parndorf spricht trotz allem von einem Erfolg und zeigt sich stolz, dass es gelungen ist, bei den eisigen Temperaturen die Leute zwei Stunden lang auf der Straße zu halten. Vielleicht war ja wirklich das kalte Wetter – es hatte Temperaturen um die Null Grad – Schuld daran, dass weniger Mitstreiter kamen, als ursprünglich erhofft. Hier dürfte auch das Floriani-Prinzip zum Tragen kommen: Jeder weiß, dass eine Müllentsorgung notwendig ist. Solange das aber nicht im eigenen Ort passiert, gibt es wenig Grund auf die Straße zu gehen.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at