Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Wie schlimm ist es wirklich?. PIA REITER über echte Sorgen und falsche Ängste der Neusiedler.

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Es ist kein Geheimnis, dass die finanzielle Lage der Stadt Neusiedl am See angespannt ist. Manche sagen sogar, mehr als angespannt und sprechen von den überaus hohen Schulden der Stadtgemeinde. In Wahlkampfzeiten, die Gemeinderatswahlen im Oktober nahen mit Riesenschritten, Wasser auf den Mühlen der Gegner. Sie sprechen von einem „finanziellen Kollaps“ der der Stadt bevorstehen würde.

Besonders kritisiert werden in Zusammenhang der „desaströsen Finanzsituation“ auch immer die Neusiedler Freizeitbetriebe, ein ausgegliedertes Unternehmen der Stadtgemeinde, die unter anderem für die Führung des Hallenbads verantwortlich sind. Neusiedl leistet sich den Luxus, ein Hallenbad zu haben, auch wenn es, durch eine Studie untermauert, unmöglich ist, dieses gewinnbringend zu führen. Doch wie lange ist das noch der Fall? Zusperren ist auch keine Lösung: Denn wo würden die Kinder aus dem Bezirk im Winter sonst das Schwimmen lernen? In der St. Martins Therme wohl nicht. Am Wahltag werden dann die Neusiedler entscheiden, wer in Zukunft nicht nur das politische, sondern auch das finanzielle Sagen in der Stadt hat.

KOMMENTAR

p.reiter@bvz.at