Erstellt am 01. August 2012, 00:00

Wieviel Kultur kosten darf. PIA REITER über professionellen Luxus und den Charme von Laientheater.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Will man den Menschen Kultur bieten, muss man als Gemeinde meist tief in die Tasche greifen. Diese Erfahrung hat zumindest Parndorf in den vergangenen Jahren gemacht. Die Zuschauer kamen zwar nicht in Scharen zu den gebotenen Shakespeare-Klassikern, aber man leistete sich den Luxus einer professionellen Produktion und somit ein Minus von zuletzt 100.000 Euro.
Nicht erst einmal hat der Parndorfer Gemeinderat diskutiert, ob Kultur in Parndorf unter diesen Bedingungen noch oder überhaupt leistbar ist. Derzeit stehen die Zeichen eher auf ein Ende des Theatersommers (siehe Seite 7). Lange wird bereits die Etablierung einer Laientruppe diskutiert. Passiert ist in diese Richtung bis jetzt allerdings noch nichts.

Fallen soll die Entscheidung über die Zukunft des Theatersommers im Gemeinderat erst, wenn alle Zahlen bei der Endabrechnung am Tisch liegen. Es steht aber bereits fest, dass es auch heuer wieder ein Defizit geben wird. Die Frage wird also sein, ob sich Parndorf eine professionelle Kulturproduktion weiterhin leisten kann und will. In einem Wahljahr keine einfache Entscheidung.

KOMMENTAR

ta.zvb@retier.p