Erstellt am 02. Dezember 2015, 10:05

von Pia Reiter

Wirt war einmal ein Traumberuf. Pia Reiter über besondere Nachwuchsprobleme und kalte Küchen.

Seit 105 Jahren war das Gasthaus Zur Traube bekannt für seine gutbürgerliche Küche. Zuerst führten die Eltern und Großeltern von Franz Rittsteuer das Lokal am Hauptplatz 14. Seit 1.

Mai 1955 gibt es das Gasthaus „Zur Traube“ am jetzigen Standort am Hauptplatz 9, seit 1973 sind Franz und Elisabeth Rittsteuer dort die Chefs. Lange war die Traube Neusiedls erstes Haus am Platz und für viele Stammlokal. Mit der Schließung des Restaurants am 20. Dezember sperrt ein Traditionsbetrieb der Stadt zu.

Wie bei vielen anderen Wirtshäusern auch hat sich hier kein Nachfolger gefunden, der das Lokal übernehmen möchte. Auflagen, die bei Übernahme hohe Kosten verursachen, die Vorschriften bezüglich Barrierefreiheit und die Registrierkassen-Pflicht wirken da eher abschreckend.

Findet sich doch jemand, der ein Wirtshaus übernehmen möchte, muss dieser noch die Kosten für die Pacht erwirtschaften. Kein Wunder also, dass auch Wirte Nachwuchsprobleme haben und immer mehr Küchen deshalb kalt bleiben.