Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Kornfeind will wieder unterrichten und klagt. VOR GERICHT / Branko Kornfeind will sich mit der Kündigung des Landesschulrats nicht abfinden. Erster Verhandlungstag: 20.Juli.

VON BETTINA SCHEIDL UND PIA REITER

PARNDORF / Weil der Parndorfer Pfarrer Branko Kornfeind vom burgenländischen Landesschulrat aus dem Schuldienst entlassen wurde, zieht dieser nun vor Gericht. Die erste Verhandlung ist für den 20. Juli angesetzt.

Kornfeind erhebt Klage  gegen Landesschulrat

Gegen Kornfeind, der wegen fragwürdiger Erziehungsmethoden ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, wurde zuvor ein Verfahren wegen des Verdachts auf Nötigung und Quälen Minderjähriger im Schulunterricht geführt. Die Ermittlungen in diesem Fall wurden jedoch im Mai eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt bestätigte zu dieser Zeit auch, dass es zwar Übergriffe gegeben habe, diese aber die strafrechtlich relevante Grenze nicht erreicht hätten. Für den burgenländischen Landesschulrat war dies jedoch kein Grund, den zu dieser Zeit vom Unterricht suspendierten Kornfeind wieder in den Schuldienst aufzunehmen. Nun, ein Monat später, will sich Branko Kornfeind dies nun vor Gericht erkämpfen - er verklagte den Landesschulrat.

Resch:Wir haben richtig  gehandelt

Auf Anfrage der BVZ gibt sich Landesschulratspräsident Gerhard Resch darüber wenig überrascht: Wir haben mit einem Einspruch seitens Branko Kornfeind gerechnet und akzeptieren sein Vorgehen auch, das ist auch sein gutes Recht. Als unabhängige Institution wird nun das Gericht in der Sache entscheiden. Alles Weitere werden wir sehen. Für ihn, so Resch, sei klar, dass man aufgrund der vorliegenden Unterlagen der Staatsanwaltschaft Eisenstadt richtig gehandelt habe: Wir haben auch Rücksprache mit dem Unterrichtsministerium gehalten und uns dann für diesen Schritt entschlossen. Branko Kornfeind, der sich bis 20. Juli auf Urlaub in Kroatien befindet, war für ein persönliches Statement nicht zu erreichen. Sein Anwalt Peter Hombauer bestätigt jedoch gegenüber der BVZ: Wir fechten die Kündigung des Landesschulrats an. Die erste Verhandlung findet am 20. Juli am Arbeits- und Sozialgericht in Eisenstadt statt. Das ist der Stand der Dinge. Parndorfs Ortschef Wolfgang Kovacs gibt sich in der Causa Kornfeind zurück haltend: Das ist eine rein arbeitsrechtliche Angelegenheit und seine Entscheidung, ob er dagegen rechtlichen Einspruch einlegt. Schön wäre aber schon, wenn irgendwann Ruhe in der Sache einkehrt - für alle Betroffenen.