Erstellt am 03. Juni 2015, 09:14

von Paul Haider

Protest gegen Markt. Anrainer demonstriert für die Verlegung des Neusiedler Monatsmarkts und sammelt Unterschriften.

Empört. Franz Schmidt setzt sich für eine Verlegung des Krämermarktes ein.  |  NOEN, Paul Haider

Franz Schmidt fühlt sich diskriminiert. Der Taxi-Unternehmer wohnt am Anger in Neusiedl am See und ist an jedem ersten Montag im Monat direkt von der Sperre der Hauptstraße ab 5.00 Uhr betroffen.

„Ich bin gezwungen, um 4.30 Uhr in der Früh meine Autos umzustellen, sonst komme ich nicht mehr raus“, beschwert sich der Taxifahrer.

Er müsse auch um seine Gesundheit fürchten, wie er im Gespräch mit der BVZ erklärt: Im Winter sei er einmal auf der eisglatten Straße ausgerutscht und niedergefallen. Denn Salz werde erst ab 6.00 Uhr von den Gemeindearbeitern gestreut. Deshalb hat er sich dazu entschlossen, für eine Neuverlegung des Marktstandortes zu kämpfen.

Am Freitag und Samstag protestierte er am Neusiedler Hauptplatz mit einem Schild mit der Aufschrift „Auch ich werde diskriminiert!“ und sammelte Unterschriften. Am Ende des zweiten Tages hatte er laut eigenen Angaben bereits über 200 Unterstützungserklärungen gesammelt.

Schmidt: „Handle im Interesse der Anrainer"

„Ich handle im Interesse vieler anderer Anrainer. Vielleicht kann ich ja etwas bewirken“, ist Schmidt zuversichtlich. Stadtrat Thomas Halbritter, der derzeit die Evaluierung des Krämermarktes im Infrastrukturausschuss leitet, zeigt im Gespräch mit der BVZ Verständnis für den Unmut des Anrainers: „Es gibt Probleme, wie etwa die Zufahrt zum Anger, die gelöst werden müssen“, so Halbritter.

Derzeit sei auch ein Fragebogen im Umlauf, in dem Neusiedler Gewerbetreibende ihre Zufriedenheit mit dem Markt bewerten sollen.

Für die nächste Sitzung des Infrastrukturausschusses wurde laut Halbritter auch der Vertreter der burgenländischen Marktfahrer eingeladen. In etwa einem Monat solle es dann neue Erkenntnisse zu einer eventuellen Verlegung geben.