Frauenkirchen

Erstellt am 29. Juni 2016, 09:45

von Birgit Böhm-Ritter

Sportplatz in Frauenkirchen: Bau günstiger?. Die Namensliste Erich Stekovics kritisiert mangelnde Kostentransparenz und ortet Einsparungsmöglichkeiten. Bürgermeister Ziniel: „Machen Punktlandung.“

Symbolbild  |  Pixabay/Didgeman

Der Fußball rollt nicht nur bei der EM in Frankreich. Auch in Frauenkirchen wird mit Leidenschaft gekickt. Mit einem Unterschied: In der Seewinkel-Gemeinde wird der Fußball mitunter auch zum politischen Spielball. Konkret geht es um den Bau des neuen Sportplatzes, der um 3,2 Millionen Euro bis zum Frühjahr 2017 fertiggestellt werden soll. Der Bau geht auch zügig voran. Kritik kommt allerdings von der Namensliste Erich Stekovics (NESt).

Noch im November des Vergangenen Jahres lobte Stekovics im Gespräch mit der BVZ die Kostentransparenz seitens der Gemeinde. Einige Monate später vermisst er aber gerade diese und ortet Einsparungspotenzial.

„Eine Einsparung an einer Stelle darf kein Freibrief für Kostenüberschreitungen an einer anderen Stelle sein.“

NESt-Gemeinderat Erich Stekovics

„Bis April hat weder der Bauausschuss getagt, noch hat es eine Information des Bürgermeisters im Gemeinderat über den Baufortschritt und die Kostenentwicklung gegeben“, kritisiert Stekovics. Eine Begehung mit den Gemeinderäten fand in der Zwischenzeit statt. Dabei erläuterte Architekt Werner Thell den Status quo.

Für Erich Stekovics ist nach diesem Lokalaugenschein auf der Baustelle klar, dass es Einsparungen geben kann. Das Platzniveau liege rund einen Meter höher als im ersten Entwurf, erläutert er. Daraus resultiere, dass eine geringere Menge an Aushub angefallen sei. „Das entspricht einer Mengenreduzierung von etwa 30.000 Kubikmetern was eine Kostenersparnis von mehr als 100.000 Euro bedeutet“, rechnet der NESt-Gemeinderat vor und betont weiter: „Eine Einsparung an einer Stelle darf kein Freibrief für Kostenüberschreitungen an einer anderen Stelle sein.“

Ziniel: "Werden Punktlandung machen"

Bürgermeister Josef Ziniel (SPÖ) ist sich sicher, dass die Kosten nicht überschritten werden. Von einer Ersparnis spricht er allerdings nicht: „Wir werden eine Punktlandung machen.“ Bei manchen Gewerken könne es teurer werden, bei anderen günstiger als vorgesehen. „Es gibt Dinge im Außenbereich, das betrifft etwa Kanalarbeiten, die in der Kostenschätzung gar nicht inkludiert sind“, erklärt der Ortschef.

Eines scheint ihm schon jetzt klar: „Egal wie es kommt. Am Ende wird uns das NESt eine Kostenüberschreitung vorrechnen. Damit werde ich leben müssen. Wir werden aber das machen, was für die Gemeinde wichtig ist.“