Erstellt am 11. Februar 2015, 10:29

von NÖN Redaktion

Festival: "Riesen-Chance". Künstler und Eventplaner Manfred Waba möchte eine große Musical-Veranstaltung in die Bezirkshauptstadt bringen. Verhandlungen sind derzeit am Laufen.

Manfred Waba: "Ich bin überzeugt, dass ein Musical-Festival in Neusiedl am See Erfolg hat."  |  NOEN, ZVG

Ob „Mary Poppins“, „Mamma Mia“ oder „Elisabeth“ – Musicals liegen im Trend und ziehen ein Publikum quer durch alle Altersgruppen an. Das weiß auch Eventplaner Manfred Waba. Er möchte ein Musical-Festival nach Neusiedl am See bringen.

Der Bühnenbildner und Regisseur hat bis 2014 Traumwelten auf die Opernbühne im Steinbruch St. Margarethen gezaubert. Nun entwickelt Waba ein neues Projekt: „Das Areal unmittelbar neben dem Neusiedler Hallenbad bietet sich für ein Musical-Festival praktisch an“, erklärt Waba. Die Anbindung per Bahn sei durch den nahegelegenen Bahnhof perfekt. Wassersportler könnten über den Kanal per Segelboot zur Vorstellung kommen. Geplant sei eine Bühne am Wasser, die in den Sommermonaten mit acht bis zehn Vorstellungen bespielt werden könnte. „Mit 30.000 Besuchern dürfte man in einer Saison rechnen“, glaubt Waba, der den Kulturtourismus als Triebfeder für die Wirtschaft sieht und eine „Riesen-Chance“ für den Bezirk ortet.

Gemeinden sollen eingebunden werden

Die Idee steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Derzeit führt Waba Gespräche mit Politikern, Wirtschaftstreibenden und Kulturschaffenden. Die Signale seien durchaus positiv. Ob die Finanzierung bis 2016 oder 2017 steht, ist allerdings noch fraglich. „Das Wichtigste ist, dass Stadt und Region hinter diesem Kulturprojekt stehen“, betont der Podersdorfer, der auch die Gemeinden rund um die Bezirkshauptstadt einbinden möchte. Nur durch eine breite Unterstützung der gesamten Region sei ein Projekt dieser Größenordnung realisierbar.

„Profitieren würde nicht nur der Bezirk, das Festival könnte dem gesamten Kulturtourismus im Burgenland einen positiven Impuls geben“, sagt Waba. Das Musical-Festival solle den bestehenden Festivals keine Konkurrenz machen: „Durch ein Mehr an Angebot, werden mehr Menschen ins Burgenland kommen.“ Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) ist dem Projekt positiv gestimmt, angesichts der angespannten finanziellen Lage der Stadt hält er sich über eine mögliche Unterstützung bedeckt.