Erstellt am 11. Juni 2013, 12:45

Kurios: Einbrecher waren betrunken. Durch einen lauten Knall wurden Polizisten an der Grenzpolizeiinspektion Nickelsdorf in der Nacht auf zwei rumänische Einbrecher aufmerksam.

Die Seitenscheibe dieses Fenster haben die Täter mit der Eisenstange eingeschlagen.  |  NOEN, Landespolizeidirektion BURGENLAND
Die beiden Männer, 35, hatten mit einer Eisenstange bei zwei unmittelbar neben der Dienstelle abgestellten Autos die Seitenscheiben eingeschlagen und daraus ein Autoradio sowie einen Computer gestohlen. Beide Täter waren zur Zeit der Tat erheblich alkoholisiert. Sie wurden in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert.
 
x  |  NOEN, Landespolizeidirektion Burgenland
Die Beamten trauten ihren Augen nicht, als sie gegen Mitternacht nach einem heftigen Knall aus dem Fenster der Polizeistation blickten und in der Dunkelheit zwei Gestalten sahen, die sich an den davor abgestellten Fahrzeugen zu schaffen machten. Die PKWs waren deshalb dort geparkt, weil sich ein Besitzer wegen Schlepperei in der Justizanstalt befindet, beim anderen Fahrzeug mussten wegen mangelnder Verkehrstüchtigkeit die Kennzeichen abgenommen werden.

Als die Täter die Polizisten sahen, ergriffen sie sofort die Flucht, konnten aber nach einer sofort eingeleiteten Fahndung noch im Areal der Grenzpolizeiinspektion Nickelsdorf verhaftet werden. Sie leugneten zunächst jeglichen Zusammenhang mit der Tat, weshalb umfangreiche Erhebungen erforderlich waren.
Wie sich herausstellte, sind die beiden Männer Berufskraftfahrer, kamen aus Ungarn, hatten auf ihren LKWs Neufahrzeuge geladen und sollten diese nach Deutschland bringen. Aufgrund des Wochenendfahrverbotes durften sie nicht nach Österreich einreisen, weshalb sie die letzten Tage auf dem LKW-Abstellplatz in Nickelsdorf verbrachten.

x  |  NOEN, Landespolizeidirektion BURGENLAND
Nachdem sie tagsüber nach geeigneten Tatobjekten Ausschau gehalten hatten, dürften sie am Abend noch reichlich Alkohol konsumiert haben und sind danach zur Tat geschritten. Bei der Festnahme waren sie nämlich derart alkoholisiert, dass sie nicht sofort einvernommen werden konnten.

Bei der Durchsuchung ihrer Fahrzeuge konnte vorerst nur das Tatwerkzeug sowie die von ihnen bei den Einbrüchen getragene Kleidung aufgefunden werden. Vom Diebesgut war vorerst keine Spur. Die Befragung brachte die Fahnder ebenfalls vorerst keinen Schritt weiter, zumal die Verdächtigen hartnäckig leugneten, der deutschen Sprache nicht mächtig waren oder sein wollten bzw. aufgrund ihrer Alkoholisierung keine brauchbaren Angaben machen konnten.

Nun begannen die Beamten mit der Durchsuchung der auf der Ladfläche befindlichen Neuwagen. Und es gab eine weitere Überraschung. Sie fanden nicht nur das Diebesgut, sondern auch einen dritten Täter, 21, der sich in einen Fahrzeug versteckt hatte und schlief.