Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

Lebensschule wehrt sich gegen Vorwürfe. UNRUHE Die Schulleitung und zwei Lehrerinnen kündigten nach wenigen Wochen, Schule und Eltern wollen Stabilität.

NEUSIEDL AM SEE / Steht die im September neu eröffnete Lebensschule bereits jetzt - wenige Wochen nach ihrer Eröffnung- vor dem Aus? Gerüchte von unzumutbaren Arbeitsbedingungen und Kündigungen von Schulleiterin und zwei Lehrerinnen kursierten. Vereinsobmann Heinz Herczeg und die derzeitige Schulleiterin Petra Kuba bestätigen gegenüber der BVZ zwar die Kündigungen, bemühen sich aber um Stabilität: „Unmittelbar nach Kündigung der ehemaligen Schulleitung war ich als Krisenmanagerin und Schulberaterin da“, betont Petra Kuba. Sie versucht, Sicherheit in die pädagogische Arbeit der Lebensschule zu bringen und ein Team aufzubauen. „Bisher hat es an der Führung und Steuerung einer erfahrenen Person gemangelt“, gibt Herczeg zu.

„Die ehemaligen Kolleginnen waren gut, aber durch eine massive Überforderung der beiden war es nicht mehr möglich eine Lösung zu finden“, bekräftigt der Initiator der Lebensschule. Die ehemalige Schulleiterin der Lebensschule Susanne Esau sagte über ihre Kündigung: „Mir war der pädagogische Schwerpunkt wichtig, nicht nur der unternehmerische. Wenn man Probleme angesprochen hat, gab es keine Lösungen.“ Eine Lösung in Person von zwei neuen Lehrerinnen, die so bald wie möglich an der Lebensschule unterrichten sollen, wurde nun aber gefunden. Am Dienstagabend fand ein Informationsabend statt, an dem den Eltern die zwei neuen Pädagoginnen vorgestellt wurden. „Das ist keine Situation, die wir uns gewünscht haben. Wir waren überrascht, dass die beiden Lehrerinnen das Handtuch geworfen haben. Betroffen waren die Kinder. Ich habe die Erwartung, dass es ein langfristig tragbares Konzept für den Unterricht gibt. Die Lebensschule erhält momentan einen Vertrauensvorschuss von uns. Wir unterstützen das Projekt“, bekräftigt Elternvereinsobmann Henning Buchholz. Die neue Schulleitung möchte versuchen, Vorurteile gegenüber der Lebensschule abzubauen: „Jeder kann vorbeikommen und sich anschauen, was wir tun. Am Mittwoch, dem 17. November von 18 bis 20 Uhr gibt es einen Info-Abend für Interessierte.“