Erstellt am 25. Mai 2011, 00:00

Leistungsstärkstes Netz. WICHTIGER KNOTENPUNKT / Das Umspannwerk in Neusiedl am See wurde um 4,8 Millionen Euro von der Bewag erweitert.

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NEUSIEDL AM SEE / Seit 1990 hat sich der Stromverbrauch im Bezirk verdoppelt. Mit der Erweiterung des Umspannwerkes in Neusiedl am See hat die Bewag nun auf die Bedürfnisse des wachsenden Bezirkes reagiert. Die neue Hochspannungsanlage wurde am Freitag offiziell in Betrieb genommen.

Das Umspannwerk ist nunmehr das leistungsstärkste des Burgenlandes. „Diese Investition garantiert auch, dass wir künftig zusätzlichen Windstrom einspeisen können und die hohe Versorgungssicherheit gleichzeitig erhalten bleibt“, erklärt Bewag-Vorstandsdirektor Reinhard Schweifer.

Das Umspannwerk ging 1963 in Betrieb, wurde zwischenzeitlich mehrfach erweitert und war seit jeher einer der wichtigsten Knotenpunkte der burgenländischen Stromversorgung.

Umspannwerk in Neusiedl  am See unverzichtbar

Peter Sinowatz, Geschäftsführer Bewag Netz: „Neusiedl war bis zur Inbetriebnahme des Umspannwerkes Rotenturm lange die einzige Übernahmestelle aus dem österreichischen Hochstspannungsnetz. Heute ist das Umspannwerk nicht nur für den Strombezug, sondern auch für die Rückspeisung des Windstromes unverzichtbar.“

Die Investitionen von rund 4,8 Millionen Euro würden sich nicht nur als Beitrag zur künftigen Versorgungssicherheit, sondern auch als Impuls für die heimische Wirtschaft rechnen: 730.000 Euro bleiben als regionale Wertschöpfung im Burgenland, auf ganz Österreich bezogen sind es 3,5 Millionen Euro.

Öko-Strom statt  Atomenergie

Für Bürgermeister Kurt Lentsch ist die Erweiterung des Stromnetzes eine wichtige Investition in einer wachsenden Region, die auch auf Öko-Strom setzt. Er sieht die Windräder als „Windmühlen des 20. und 21. Jahrhunderts“. Als die ersten Windräder errichtet wurden, habe es lange Diskussionen im Gemeinderat gegeben, doch auch damals sei schon klar gewesen, dass man keine Atomenergie wolle.

Mit der Erweiterung des Umspannwerkes kann nun zusätzliche Windenergie eingespeist werden. Das wird auch notwendig werden: 70 Anlagen sind bereits genehmigt, 20 weitere in Planung.

Bürgermeister Kurt Lentsch, Nationalratsabgeordneter Erwin Preiner, BEWAG-Vorstandsdirektor Reinhard Schweifer, Peter Sinowatz, Geschäftsführer der BEWAG-Netz und BEWAG-Vorstandssprecher Michael Gerbavsits nehmen die erweiterte Hochspannungsanlage in Betrieb.

BIRGIT BÖHM-RITTER