Erstellt am 04. Dezember 2013, 23:59

von Katharina Zedlacher-Fink

Mails als Fall für Polizei. Pama / Email mit Anschuldigungen gegen den SK-Pama ging an Behörden. Absender verwendete Spitznamen des Bürgermeisters.

Bürgermeister Josef Wetzelhofer erstattete Anzeige. „Jetzt ist die Polizei gefordert“.  |  NOEN
Von Katharina Zedlacher-Fink

Vor rund einem Monat erhielten unter anderem Finanzamt, Bezirkshauptmannschaft, der Pensionistenverband Österreichs, der burgenländische Fußballbund und einige Pamaner eine Email, in der Anzeige erstattet wurde, dass der örtliche Fußballverein SK Pama illegalerweise in seinen Vereinslokalitäten ein Martiniganslessen des örtlichen Pensionistenverbandes veranstalten werde.

Spitzname des Ortschefs verwendet

Absender der beim Mailanbieter „yahoo“ registrierten Adresse war jemand, der den ehemaligen Spitznamen von Bürgermeister Josef Wetzelhofer (SPÖ) verwendete. „Einige Leute haben mich darauf hin angeschrieben“, erzählt Wetzelhofer, der sofort per Rechtsanwalt eine Richtigstellung per Mail rausschickte.

„Die Anschuldigungen im Mail stimmen nicht. Der SK-Pama hat alle erforderlichen Genehmigungen, ich war immer dabei“, sagt Wetzelhofer. Ob sich das Mail gegen den SK, gegen die Pensionisten oder gegen ihn wandte, könne er nicht sagen.

„Es gibt immer wieder Anzeigen gegen uns“ 

Dieter Steiner, seit drei Jahren Obmann des SK und sehr häufig mit ähnlichen Anzeigen und Anschwärzungen konfrontiert, sieht die Sache ähnlich wie Wetzelhofer. „Wir haben alle Genehmigungen. In diesem Fall haben wir den Pensionisten nur den Raum zur Verfügung gestellt, die Veranstaltung hatte eigentlich gar nichts mit dem Sportverein zu tun“, so Steiner, der die ständigen Anschwärzungen als sehr mühsam erlebt.

„Irgendjemand hat wohl ein Problem, dass es bei uns gut läuft.“ Hans Zimmermann, Obmann des Pamaner Pensionistenverbandes kann sich das Mail nicht erklären. „Ich fühle mich nicht betroffen, das Mail ist voller Unwahrheiten“, so Zimmermann.

Wetzelhofer erstattete bei der Polizei Anzeige. „Jetzt ist die Polizei gefordert. Solche anonymen Anschwärzungen schaden der Gesellschaft, weil sowohl die Pensionisten als auch die Sportvereinsfunktionäre engagieren sich alle ehrenamtlich“, warnt Wetzelhofer.