Erstellt am 20. März 2013, 00:00

Malaria-Erreger bei Gelse. Ostösterreich / „orf science“ berichtet über Fund des Vogelmalaria-Erregers bei Stechmücken-Exemplar. Biologische Station: „Man muss wachsam bleiben.“

REGION NEUSIEDLER SEE / Ein Fund, der österreichweit derzeit für Aufsehen sorgt: Wie ein Internetartikel auf der Homepage „orf science“ dieser Tage berichtet, haben Forscher bei einer erst kürzlich in Österreich heimischen Stechmückenart (Anmerkung der Redaktion: die pannonischen Fiebermückenart „Anopheles hyrcanus“) den Krankheitserreger des Vogelmalaria-Erregers nachgewiesen.

Erreger für Menschen nicht gefährlich 

Der Träger des Erregers sei bei einem weiblichen Exemplar nachgewiesen worden, das offenbar kurz davor Blut aufgenommen hatte, in dem sich die einzelligen Parasiten befanden, berichtet „orf science“ weiter.

Für den Menschen sei der Erreger, der ersten Einschätzungen nach in Ostösterreich gefunden wurde, nicht gefährlich, wie Thomas Zechmeister, Leiter der biologischen Station Illmitz, erklärt: „Der Fund könnte zwischen der March und dem Neusiedlersee angesiedelt werden. Prinzipiell sehe ich es so, dass noch genauere Analysen nötig sind, damit man das Potenzial weiterer Entwicklungen abschätzen kann, was Malaria Übertragung bei Vögeln betrifft, welche allerdings einen wesentlichen Unterschied zur Übertragung bei Menschen darstellt. Eine Panikmache wäre übertrieben, jedoch muss man auf jeden Fall wachsam bleiben. Verpasst man bestimmte Entwicklungen, kann das Risiko ansteigen.“