Erstellt am 22. Juni 2016, 10:40

von Pia Reiter

Masterplan für die Innenstadt gefordert. Arbeitsgruppe rund um Franz Kast will zur Belebung des Stadtzentrums beitragen und dafür alle an einen Tisch holen.

Anliegen. Die Frequenz in der Innenstadt muss laut Franz Kast erhöht werden. Der Erfolg der nächsten Langen Nacht der Geschäfte am 23. September fällt und steht laut Kast damit, dass man Zeit ins Marketing investiert.  |  NOEN, Pia Reiter

Die Peripherie trocknet die Innenstadt aus: Mit diesem Problem steht Neusiedl am See aber laut Franz Kast nicht alleine da.  Der ehemalige Wibag-Direktor engagiert sich in einer Arbeitsgruppe zur Belebung der Innenstadt und betont: „Lässt man es zu, dass in der Peripherie Geschäfte eröffnen, muss man immer zugleich Gegenmaßnahmen setzen, um das Zentrum zu stärken.“

Denn laut Kast kommt es sonst zu einer Ausdünnung der Qualitätsgeschäfte: „Hier kann das freie Spiel der Kräfte nicht funktionieren, die Innenstadt verliert immer und das geht auf Kosten der Neusiedler.“

Während es am Stadtrand wesentlich leichter ist, Flächen umzuwidmen und Parkplätze zu schaffen, hat die Innenstadt oft mit kleinen Ladenflächen, Denkmalschutz und dem Mangel an Parkplätzen zu kämpfen.

"Bürger sollen mitentscheiden"

Deshalb fordert Kast: „Wir brauchen einen Masterplan für die Innenstadt. Die Bürger sollen mitentscheiden, wie dieser aussehen soll. Flächenwidmung, Verkehrsgestaltung und Wohnraumkonzepte sollen darin enthalten sein. Das muss langfristig geplant werden.“ Deshalb macht er sich auch für einen gemeinsamen Auftritt von Bürgern, Politik und Wirtschaft ein. „Die Frage, ob es notwendig ist, stellt sich nicht mehr. Der Masterplan ist für die Innenstadt überlebenswichtig“, sagt Kast.

Die nächsten Vorhaben der Arbeitsgruppe: Am Stadtfest erhalten Neusiedls Geschäfte in der Innenstadt die Chance sich zu präsentieren und länger offen zu halten. Für 23. September ist die nächste lange Einkaufsnacht geplant. Kast will Einigkeit schaffen: „Wir müssen beweisen, dass alle Unternehmer zusammenhalten.“