Erstellt am 08. August 2012, 00:00

Mehr Polizei für Bezirk. VERSTÄRKUNG / Höhere Polizeipräsenz und mehr Streifen: Der aktuellen Kriminalentwicklung wird mit Großkonzept der Polizei entgegengewirkt.

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / Die Diebstähle und Einbrüche dieser Tage im Bezirk sorgen sowohl bei Geschädigten als auch Bewohnern für Besorgnis: Zuletzt war etwa am Samstag ein Traktor im Wert von 14.000 Euro aus einer Lagerhalle in Wallern gestohlen worden, in der Nacht davor brachen Diebe in die Sportplatzkabine in Pamhagen ein und nahmen aus Handkassa und Kaffeeautomaten rund 2.000 Euro mit.

Verstärkung: Mehr sichtbare  Präsenz und mehr Streife

 

Auf die aktuelle Kriminalentwicklung im Land und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wird nun seitens der Polizei Burgenland reagiert - für den Neusiedler Bezirk bedeutet dies konkret erhöhte Polizeipräsenz sowie erheblich mehr Polizeistreife, zusätzlich werden auch Streifen aus anderen Bezirken hinzugezogen: „Es handelt sich dabei um kombinierte Aktionen von intensiven Ermittlungstätigkeiten und sichtbarer Präsenz“, erklärt Bezirkspolizeikommandant- Stellvertreter Bernhard Griensteidl. Genaue Zahlen oder Fakten könne man aus taktischen Gründen aber nicht präsentieren, zumal die Einsatzstärke pro Tag auch grundsätzlich unterschiedlich sei, erklärt Griensteidl weiter. Insgesamt gibt es im Bezirk derzeit 279 Polizisten, darunter auch die ehemaligen Bediensteten der Grenzpolizei, die übernommen wurden. Als weitere Maßnahme wurde dieZusammenarbeit zwischen den Bezirkskräften und Spezialisten des Landeskriminalamtes intensiviert, auch die Bezirkskriminalisten sind in ein professionelles Konzept eingebunden, heißt es vom Bezirkspolizeikommando Neusiedl am See. Zudem ist die Landesverkehrsabteilung in die Aufnahme der intensiven Kriminalitätsbekämpfung integriert.

Derzeit werde besonderes Augenmerk auf die Region Wallern und Pamhagen im Seewinkel gelegt, wie Griensteidl erklärt. In besagter Region hatten sich in letzter Zeit immer wieder Einbruchsdiebstähle ereignet. Entlang der ungarischen Grenze habe man es seit geraumer Zeit mit vermehrten Aufgriffen von illegalen Grenzgängern zu tun, hinsichtlich illegaler Migration habe durch den verstärkten Polizeieinsatz aber schon ein erfolgreicher Trend eingesetzt, wie Griensteidl betont: In der Vorwoche konnten sechs Schlepper festgenommen werden, die versuchten, 52 Personen auf illegalem Wege nach Österreich zu bringen. Auch auf der A4 konnten von Polizisten am Freitag zwei Schlepper festgenommen werden. Gleichzeitig wendet sich die Polizei auch an die Bevölkerung: Verdächtige Wahrnehmungen sollen sofort bei der Polizei gemeldet werden. Dabei sollten so viele Details wie nur möglich beachtet werden.

Auf Kriminalentwicklung reagieren: Bezirkspolizeikommandant Rainer Bierbaumer.

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Kombination. „Intensive Ermittlungstätigkeit und Polizeipräsenz“, so Stellvertreter Bernhard Griensteidl.