Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

Mehr Streife im Bezirk. Pilotprojekt / Am Freitag nahmen die „lokalen Sicherheitsmanager“ ihren Dienst auf: Gespräche mit den Bürgern stehen dabei im Fokus.

 |  NOEN

BEZIRK / Seit Freitag ziehen die „Lokalen Sicherheitsmanager“ bereits ihre Runden im Neusiedler Bezirk - das Pilotprojekt der Landespolizeidirektion Burgenland in Kooperation mit dem Innenministerium soll vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger und die Kommunikation zwischen Polizei und Ortsbevölkerung stärken.

Dies steht auch für Landespolizeidirektor Hans-Peter Doskoszil im Vordergrund: „Leider gibt es eine massive Diskrepanz zwischen der objektiven und der subjektiven Sicherheit. Eine aktuelle Studie der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut „GFK“ besagt, dass sich die Burgenländer nach der Wiener Bevölkerung am unsichersten fühlen. Im Jahr 2011 rangierte das Burgenland sogar an letzter Stelle. Eine Situation, die ich so nicht akzeptieren kann und wo ich einen dringenden Handlungsbedarf erkenne.“

Zusätzliche Streife von Montag bis Freitag 

Ziel wird es für die „lokalen Sicherheitsmanager“ fortan sein, den durch Gespräche Kontakt mit den Einwohnern aufzunehmen und durch Fußpatrouillen im Ort präsent zu sein. „Das Projekt sieht vor, dass pro Bezirk jeweils Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 19 Uhr eine zusätzliche Streife eingerichtet wird, die in den Gemeinden Fußstreifendienst verrichtet und die Aufgabe hat, mit der Bevölkerung und den Verantwortungsträgern in Dialog zu treten“, so Doskoszil. Derzeit sind die zusätzlichen Streifendienste bis Ende Juni geplant. Danach wird ein Erfahrungsaustausch über das Projekt mit den Bürgermeistern folgen.

Bezirkspolizeichef Rainer Bierbaumer: „Derzeit sind etwa 279 Polizisten an 16 Dienststellen im Bezirk tätig. Prinzipiell sollen beim neuen Projekt Polizisten der Ortsposten eingesetzt werden, die die Gemeinden und ihren Schwerpunkte gut kennen. Natürlich schauen wir aber immer, so oft wie möglich auf den Straßen präsent zu sein.“