Erstellt am 01. Januar 2012, 09:12

Mit Schreckschusspistole schwer verletzt. In der Silvesternacht hat ein Mann beim Hantieren mit einer Schreckschusspistole schwere Verletzungen erlitten. Dem 49-jährigen wurden nach Angaben der Polizei und der Landessicherheitszentrale (LSZ) mehrere Finger abgerissen.

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Für die Feuerwehr begann das neue Jahr mit mehreren Löscheinsätzen wegen verirrter Silvesterraketen. Mehrere Burgenländer hatten beim Feiern so tief ins Glas geschaut, dass sie von der Rettung ins Spital gebracht werden mussten, zog die LSZ am Sonntag in der Früh Bilanz.

Der 49-Jährige aus dem Bezirk Neusiedl am See hatte laut Polizei in Parndorf mit einer Schreckschusspistole hantiert, wie sie Weingartenhüter verwenden, um Stare von den Trauben fernzuhalten. Dabei kam es kurz nach 06.00 Uhr zu einer Explosion, bei der dem Mann an einer Hand mehrere Finger abgerissen wurden. Ob der Burgenländer die Schreckschusswaffe abgefeuert hat oder ob sich eine Patrone entzündet hatte, als er sie in der Hand hielt, war vorerst unklar. Ein Notarztwagen brachte den Schwerverletzten in das Krankenhaus Eisenstadt.

In der Landeshauptstadt überstand ein Bursch bei der Orangerie im Schlosspark den Sturz von einer etwa fünf Meter hohen Mauer mit leichten Verletzungen. Er habe sich lediglich Prellungen zugezogen, hieß es von der Polizei. In Eisenstadt verlief die Neujahrsnacht für die Exekutive ohne gröbere Zwischenfälle. Es habe lediglich "die üblichen Beschwerden" wegen Lärm beim Silvesterfeiern gegeben, hieß es auf Anfrage.

Die Feuerwehren mussten im Burgenland wegen einiger Brände ausrücken: Mehrere Silvesterraketen waren im Gebüsch gelandet. Löscheinsätze gab es laut LSZ etwa in Pöttsching (Bezirk Mattersburg), Deutsch Kaltenbrunn (Bezirk Jennersdorf) und Zillingtal (Bezirk Eisenstadt-Umgebung), wo eine Hecke mit 22 Thujen Feuer fing.

In Breitenbrunn gingen 20 Heurundballen in Flammen auf. Auch hier dürften Raketen im Spiel gewesen sein. In Rotenturm (Bezirk Oberwart) brannte laut Sicherheitsdirektion eine Säulenzypresse in einem Garten. Und in Neufeld (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) löschten Feuerwehrleute eine brennende Restmülltonne.

Übermäßiger Alkoholkonsum beschäftigte die ganze Nacht hindurch "landauf, landab" die Rettungskräfte, hieß es von der LSZ. Für etwa zehn Personen endete die Silvesterfeier mit der Einlieferung ins Krankenhaus. Wegen Handgreiflichkeiten in einer Diskothek musste in Oberpullendorf die Polizei ausrücken.