Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

Monster-Wels aus Zicksee gefischt. Sensationell / Zwei Meter lang und 55 Kilo schwer: Der Wels war gewaltig, den zwei St. Andräer aus dem Zicksee fischten.

Kapitaler Fang. Andreas Pfeiffer und Manuel Kirchknopf hatten unglaubliches Anglerglück: Der gefangene Wels hat rekordverdächtige Maße.  |  NOEN
Von Pia Reiter

ST. ANDRÄ AM ZICKSEE / Vor Kurzem schrieben zwei junge St. Andräer Geschichte. Manuel Kirchknopf (21) und Andreas Pfeiffer (23) zogen einen zwei Meter langen Wels aus dem Zicksee.

Eigentlich wollten die beiden auf Karpfenjagd gehen. Plötzlich schlitzte Andreas Pfeiffer beim Auswerfen der Rute einen kräftigen Fisch. „Es war die Angel von Manuel, also hab ich ihm das Drillen überlassen“, schilderte der 23-Jährige. Eineinhalb Stunden später konnten sie das Monster an Land ziehen. Ein Wels, zwei Meter lang und geschätzte 55 Kilogramm schwer. „Wir hatten nur eine Karpfenwaage mit, die bis zu 50 Kilogramm anzeigen kann. Sie hat sich bei diesem Wels durchgedreht“, lachte Pfeiffer.

Die beiden Hobbyfischer haben damit einen sensationellen Fang gemacht. Einen Wels zu fischen, noch dazu aus dem Zicksee und von dieser Größe, passiert äußerst selten. Das betont Bürgermeister Erich Goldentisch (SPÖ): „Das ist einzigartig und bisher noch nicht vorgekommen.“ Thomas Zechmeister, Leiter der Biologischen Station Illmitz kennt auch den Grund: „Überall dort, wo es viel Schilf gibt, ist das für derart große Fische ein idealer Lebensraum. Sie zählen zu den Allesfressern und Räubern, ernähren sich von Jungfischen, bis hin zu Pflanzen.“ Normalerweise würden Welse eine Größe von 60 Zentimetern bis 1,20 Metern erreichen.

Dementsprechend groß war die Aufregung, was mit dem Tier passieren soll. Schlussendlich haben sich die beiden St. Andräer dazu entschieden, das Tier am Leben zu lassen und zur Umsiedelung abzugeben. „Wenn der Wasserstand im Zicksee höher wäre, hätten wir ihn ohne zu zögern wieder zurück gelassen. Aber ich glaube nicht, dass er dort noch lange überlebt hätte“, so Pfeiffer.