Erstellt am 10. Februar 2016, 10:15

von Denise Fuhrmann

Nach Beschwerden: ÖBB ändern Fahrplan. AK-Umfrage ergab große Unzufriedenheit bei Bus-und Bahnpendlern. Fahrplan soll optimiert werden.

Beschwerden. Pendler haben mit Verspätungen, überfüllten Zügen und verpassten Anschlüssen zu kämpfen.  |  NOEN, Archiv
Die großen Änderungen am Fahrplan im Dezember sind bei den burgenländischen Bahnpendlern nicht gut angekommen. So ergab die alljährliche Pendlerbefragung der Arbeiterkammer, dass 86% der Befragten den neuen Fahrplan als Verschlechterung sehen.

Überfüllte Züge, verpasste Anschlüsse sowie fehlende Direktbusse nach Simmering wurden dabei als Hauptprobleme genannt. Zahlreiche Pendler klagen zudem auch über massive Verspätungen, die den Bürgern große Unannehmlichkeiten bereiten. Die ÖBB kündigten daraufhin Qualitätsverbesserungen an.

Beschwerdestelle für Pendler eingerichtet

Nach dem Motto: „Damit Pendeln nicht zur Arbeit wird“ wurde vor Kurzem eine Ombudsstelle für Probleme mit Bus und Bahn im ÖVP Bürgerbüro eingerichtet. Die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzubringen, wurde von Betroffenen seitdem kontinuierlich genutzt. „Über 50 Beschwerde-Mails sind bereits eingegangen“, so ÖVP Bezirksgeschäftsführer Thomas Ranits.

Aber auch die Facebook-Gruppe „Ombudsstelle für frustrierte Schüler und Pendler im Bezirk Neusiedl am See“ ist eine erste Anlaufstelle, um dem eigenen Frust Raum zu verschaffen.

Besonders bei Bahnpendlern Richtung Wien ist der Ärger groß. Da die Züge nun schon fünfzehn Minuten früher abfahren, müsse man als Pendler mit einem täglichen Freizeitverlust von 45 Minuten rechnen, ist Pendlersprecher Erich Weisz erzürnt.

ÖBB reagieren: Fahrplan soll verbessert werden

Auch SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Fritz Radlspäck ist deshalb eine Verbesserung der Situation ein Anliegen. „Die Beschwerden werden gesammelt und sofort an die Landeskoordinationsstelle weitergeleitet“, ist er um Hilfe für Pendler bemüht. Generell seien Fahrpläne „schwer zu koordinieren, da sich diese auf den internationalen Zugverkehr auswirken“, so Radlspäck.

Auf den Sturm der Entrüstung folgt nun die Einsicht der ÖBB, die umgehend reagiert haben. Der Einsatz neuer Cityjet-Züge mit mehr Sitzplätzen und besserem Komfort sollen Abhilfe verschaffen. Die Abfahrtszeiten würden vor allem besser an die Bedürfnisse der Schüler angepasst, so Ranits.

Zum Thema

Änderungen des Busfahrplans betreffen vor allem den Seewinkel und die Strecke zwischen Neusiedl und Kittsee.

Linie 280
Kurs 107: verkehrt an Schultagen drei Minuten früher und hält nicht am Neusiedler Bahnhof.
Kurs 109: verkehrt zwei Minuten früher mit Stopp am Neusiedler Bahnhof.
Kurs 113: verkehrt zehn Minuten später.
Kurs 118: verkehrt um drei Minuten früher.
Kurs 138: Verschiebung um 30 Minuten.

Linie 292
Kurs 510: Verlängerung bis Mönchhof-Halbturn Bahnhof.
Kurs 116: verkehrt um 7 Minuten früher.

Alle Infos zu den Buszeitenänderungen auf www.vor.at .