Erstellt am 16. März 2016, 10:19

von Paul Haider

Nach Sturz auf Gleise: Retter meldeten sich. Nach BVZ-Bericht: Andrea Müller konnte nach Sturz auf die Gleise am Wiener Hauptbahnhof mit zwei Rettern in Kontakt treten.

»Keine Selbstverständlichkeit«: Andrea Müller konnte sich bei zwei Rettern bedanken.  |  NOEN, zVg

Happy End für Andrea Müller: Mit zwei Personen, die an ihrer Rettung am 10. Feber beteiligt waren, konnte sie mittlerweile Kontakt aufnehmen. Sie war im Pendler-Gedränge am Wiener Hauptbahnhof auf die Gleise gefallen (die BVZ hat berichtet).

Zu Kaffee und Kuchen eingeladen

Am Montag erzählte Andrea Müller im Gespräch mit der BVZ: „Einer der zwei Herren, die mir auf die Schienen nachgesprungen sind und mich wieder raufgehoben haben, war gestern zu Besuch auf Kaffee und Kuchen. Für ihn war das selbstverständlich, das zu machen. Ich bin froh, dass er so denkt, denn eigentlich ist das heute gar nicht mehr so selbstverständlich.“ Mit jener Frau, die ihr nach dem Sturz Wasser gegeben und ihr in den Zug geholfen hat, hat Andrea Müller für Montag ein Treffen am Hauptbahnhof vereinbart, erzählt Müller weiters.

Es sei mittlerweile auch gelungen, den Vorfall genauer zu rekonstruieren. Demnach habe laut Zeugenaussagen ein ÖBB-Mitarbeiter den Sturz von Frau Müller beobachtet und anschließend auch in ein Funkgerät gesprochen. „Das heißt, dass der Vorfall bei den ÖBB bekannt gewesen sein muss“, stellt Andrea Müller fest. Dass vonseiten der ÖBB auf ihre Anfragen zunächst behauptet wurde, nichts von dem Unfall zu wissen sei für sie ärgerlich und unverständlich, erklärt Müller.

Abschließend bedankt sich Andrea Müller auch für die Berichterstattung der BVZ über den Vorfall: „Ohne den Bericht hätte ich nicht gewusst, was passiert ist. Ich musste den Artikel vier Mal lesen, bis ich verstanden habe, worum es da gegangen ist und welches Glück ich hatte.“