Erstellt am 14. Mai 2012, 20:19

Nach versuchter Bankomat-Sprengung : Erste Spuren. Nach einer versuchten Bankomat-Sprengung in der Nacht auf Sonntag in St. Andrä am Zicksee (Bezirk Neusiedl am See) hat die Polizei nun erste konkrete Spuren.

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Die Unbekannten dürften mit einem in der Nähe gestohlenen Pkw geflohen sein, nach dem schwarzen Kombi werde bereits international gefahndet, so die Sicherheitsdirektion Burgenland am Montag. Außerdem gehen die Ermittler davon aus, dass sich mindestens ein Täter bei dem gescheiterten Coup verletzt hat, da ein verkohlter Handschuh sichergestellt wurde.

Der Bankomat in der Wienerstraße war Ziel der Kriminellen. Bevor sich die Verdächtigen daran zu schaffen machten, dürften sie einen schwarzen Mercedes C 220 T CDI, Baujahr 2008, aus einer Kfz-Werkstätte gestohlen haben. Von einem anderen Fahrzeug montierten sie das Neusiedler-Kennzeichen ab und brachten es an dem Wagen an. Einen dunklen Pkw mit einem solchen Kennzeichen will auch ein Zeuge um 3.30 Uhr am Parkplatz der Bank wahrgenommen haben.

Außerdem wurden Gegenstände, die am Tatort zurückgelassen wurden, sichergestellt. Dabei handelt es sich um einen schwarzen Rucksack sowie ein Fläschchen mit Benzin und Spielzeugplastilin, hieß es von der Exekutive.

Aufgrund des verkohlten Handschuhs gehen die Beamten davon aus, dass sich ein Verdächtiger "erhebliche Brandverletzungen" im Bereich des Handrückens bzw. der Handinnenfläche zugezogen hat. Der Handschuh dürfte sich beim Versuch, eine mit Benzin getränkte Stoffschnur anzuzünden, selbst entzündet haben.

Ein Zeitungskolporteur hatte am Sonntag kurz nach 4.00 Uhr die Manipulation an dem Bankomat wahrgenommen und die Polizei alarmiert. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass die Zusammensetzung des Gasgemischs nicht gepasst hat und es deshalb lediglich zu einer "geringfügigen" Verpuffung und nicht zu einer Explosion kam.