Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Nachbarn wehren sich gegen Vorwürfe. Gift-Attacken auf Katzen / Anrainer distanzieren sich vehement von Vorkommnissen. Josef-Haydngasse dürfte aber Katzen-Problem haben.

Von Gerald Burggraf

Gift-Attacken auf Katzen / Der Schock saß einer Familie aus der Josef-Haydngasse vergangene Woche in den Knochen. Zwei ihrer Katzen wurden Opfer einer Gift-Attacke (NÖN und BVZ berichteten).

Insgesamt dürfte das Problem in der Nachbarschaft jedoch schon länger gären. So wollte eine betroffene Anrainerin (Name der Redaktion bekannt) gegenüber der BVZ ihre Sicht der Dinge klar stellen. „Jetzt schaut es ja so aus, als würden in der Haydngasse Katzenmörder wohnen“, sie will sich diesen Vorwurf nicht gefallen lassen. Andererseits verweist sie auf die bereits 20-jährige Problematik mit der Tierhalterfamilie P.

Tiere hätten Gärten verschmutzt

So würden über jenen Zeitraum stets fünf bis zehn streunende Katzen, die Gärten und Grundstücke der Nachbarn verschmutzen. Bereits im Frühjahr seien daher die Katzenhalter von der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl aufgefordert worden, dies zu unterbinden.

Bisher sei aber nichts geschehen. Man könne weder Gemüse anbauen noch sorgenlos Rasen mähen und auch sonst sei die Nutzung des Gartens fast unmöglich.

Ganze Gasse stehe nun in Verruf

Gleichzeitig stellt die Anrainerin aber klar: „Niemand darf ein Tier töten.“ Sie geht jedoch davon aus, dass die Katzen einen Köder gefressen hätten und nicht extra ausgelegtes Gift.

Durch das jahrelange Katzenkotentfernen hätte ihr Mann sogar Magengeschwüre bekommen, ist sie überzeugt. Auch der öffentliche Spielplatz sei verschmutzt. Nun stehe aber eine ganze Gasse im Verruf. „Dabei ist der Leidensweg ein anderer“, so die Anrainerin.