Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Naglreiter: Ausbau wegen Expansion nötig. INVESTITIONEN GEPLANT / Mit dem Wachstum in der Slowakei wird die Backstube in Neusiedl auf neuestem Stand gebracht.

Expandiert. Unternehmer Hans Martin Naglreiter erobert den slowakischen Markt.  |  NOEN
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VON PIA REITER

NEUSIEDL AM SEE /  Seit 2005 ist Hans Martin Naglreiter mit seinem Unternehmen in der Slowakei aktiv. Anfangs belieferte er dort renommierte Hotels in der 4- und 5-Sterne Kategorie mit seinem Gebäck. 2006 eröffnete der Unternehmer einen ersten Standort in einem Bürogebäude in Bratislava. Mittlerweile betreibt er im Nachbarland vier Niederlassungen und eine Franchisefiliale an ausgesuchten Standorten. Insgesamt erwirtschaftet das Unternehmen laut Naglreiter 15 Prozent seines Umsatzes in der Slowakei und beschäftigt dort 21 Mitarbeiter. „Wir werden am slowakischen Markt sicher noch wachsen, auch wenn das derzeit nur gebremst möglich ist, denn dort ist die Wirtschaftskrise stärker spürbar als bei uns“, erklärt der Firmenchef, er auf eines großen Wert legt: Alles, was in der Slowakei verkauft werde, produzierten seine Mitarbeiter in der Zentrale in Neusiedl am See, betont er.

Naglreiter in Slowakei als  Fernsehkoch bekannt

Bei unseren Nachbarn ist der Bäcker bereits eine „kleine Berühmtheit“: Im slowakischen Fernsehsender „Markiza“ ist Naglreiter in der dortigen Version der Sendung „Frisch gekocht“ als Experte für Mehlspeisen und Backwaren im Einsatz. „Durch meine Kontakte in der Gastronomie hat sich das ergeben“, erklärt der 30-Jährige, der auch dabei ist, die slowakische Sprache zu erlernen. Als Unternehmer sei er ständig auf der Suche nach neuen Standorten im Nachbarland, habe aber mit dem Problem hoher Mietkosten zu kämpfen. Denn die seien höher als in unserer Region. „Plätze die in der Slowakei von der Kaufkraft interessant sind, sind wegen der hohen Mieten oft unerschwinglich“, betont Naglreiter.

Wachstum auch durch  Belieferungen

Ein weiteres Geschäftsfeld, in dem das Unternehmen weiter wächst, ist die Belieferung von Handelsketten. So bekommen in Kürze 21 Billa-Filialen in der Slowakei das Gebäck des Neusiedler Unternehmers geliefert. Das bringt jedoch auch Investitionen in der Neusiedler Zentrale mit sich. „Schön langsam sind die Grenzen der Kapazität erreicht. Bei weiterem Wachstum ist ein Ausbau nötig“, sagt Naglreiter. Feststeht bereits, dass neue Backöfen angeschafft werden, eine neue Verwiegung für die Rohstoffe ist geplant und darüber hinaus soll die technische Einrichtung der Backstube auf den neusten Stand gebracht werden.