Erstellt am 12. Juni 2013, 00:00

Neue Direktoren für Gols, Jois und Kloster. Volksschulen / Ab Herbst gibt es drei neue Schulleiter, Bezirksschulinspektor setzt im Schuljahr 2013/ 14 auf Qualitätsmanagement.

Von Pia Reiter

BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / An drei Volksschulen im Bezirk gibt es zu Beginn des nächsten Schuljahres im September neue Schulleiter: Denn mit Maria Lucia Udulutsch (römisch-katholische Volksschule) gehen auch die Direktoren Emmi Wahrmann (Volksschule Gols) und Leopold Udulutsch (Volksschule Jois) in Pension. Mit Sascha Baumgartner (die BVZ berichtete) wurde bereits ein Nachfolger in der privaten Klosterschule gefunden, die beiden anderen Stellen werden ausgeschrieben, bestätigt Bezirksschulinspektor Wolfgang Kery.

„Ganz genau hinzuschauen ist meine oberste Prämisse“

Ab 1. Dezember wird auch die Schulleitung der Volksschule Nickelsdorf vakant. „Bis zur Entscheidung des Landesschulratspräsidenten Gerhard Resch wird jemand mit der Leitung der Schule betraut“, erklärt Kery.

Für das Schuljahr 2013/ 14 erwartet der Bezirksschulinspektor einen geringfügigen Rückgang: „Heuer haben wir noch einmal einen schwächelnden Geburtenjahrgang, es wird aber wieder besser.“

Pensionierte Lehrer und Direktoren werden laut Kery 1:1 nachbesetzt, eventuell gibt es sogar mehr Lehrer für den Bezirk: „Das ist gut für die Unterrichtsqualität. Ganz genau hinzuschauen ist meine oberste Prämisse.“

Nachdem es im Bezirk nun flächendeckend die Neuen Mittelschulen gibt und das Teamteaching (gemeinsamer Unterricht von Pflichtschul- mit Gymnasiumlehrern in den Fächern Englisch Deutsch und Mathematik) Einzug gehalten hat, will Kery mit den sogenannten KEL-Gesprächen (KEL steht für Kind-Eltern-Lehrer) eine neue Kultur an den Schulen schaffen.

Mit SQA (Schulqualität-Allgemeinbildung) hält das Qualitätsmanagement Einzug in den Pflichtschulen. „Das muss so aussehen, dass es tatsächlich bei den Schülern ankommt“, sagt Kery. Wenn sich künftig ein Lehrerteam zusammensetzt, müssen grundlegende Fragen besprochen werden. Der Ist-Stand muss erhoben, mittel- und langfristige Ziele gesetzt und Maßnahmen für das kommende Schuljahr gefasst werden.

„Man braucht einen Entwicklungsplan“, betont Kery, der sich dabei nicht als Inspektor, sondern als Qualitätsmanager sieht: „Für mich bedeutet SQA dialogische Führung statt Inspektion und Vereinbarung statt Anordnung. Führungspersonen sprechen miteinander auf Augenhöhe, sie respektieren und schätzen ihr Gegenüber.“