Erstellt am 18. Dezember 2013, 08:23

von Pia Reiter

Neue Dreier-Spitze. Neusiedl am See | Aufgabenteilung: Stefan Kast folgt Bürgermeister Kurt Lentsch als Parteiobmann, Stadtrat Thomas Halbritter Klubobmann.

Dreier-Spitze. Stadtrat und Fraktionsführer im Gemeinderat Thomas Halbritter, Bürgermeister Kurt Lentsch und der neu gewählte Stadtparteiobmann Stefan Kast. Foto: Pia Reiter  |  NOEN, Pia Reiter
Von Pia Reiter

Eine klare Aufgabenverteilung - mit Kurt Lentsch als Bürgermeister, Thomas Halbritter als Fraktionsführer im Gemeinderat und einem schlagkräftigen Team mit Stefan Kast als Obmann für die Parteiarbeit soll der ÖVP-Neusiedl am See wieder Kraft und Geschlossenheit geben: so die Ansage des neu gewählten Stadtparteiobmanns, der sich über eine 100-prozentige Zustimmung (bei 59 abgegebenen Stimmen) freuen konnte.

Stadtchef: „Müssen Stellschrauben nachjustieren“

In seiner Antrittsrede wandte er sich auch an seinen Vorgänger Bürgermeister Kurt Lentsch: „Kurt, du weißt, wir haben gemeinsam viel gelacht, aber auch schon einige Male miteinander geweint. Es ist, so denke ich, jedem von uns bewusst, dass wir heute etwas in unserer Arbeit verändern, dass wir Stellschrauben nachjustieren müssen. In manchen Bereichen wollen wir kantiger, in anderen eloquenter werden - und in ganz bestimmten Bereichen haben wir einen Erklärungsbedarf, den auszudiskutieren wir uns nicht scheuen dürfen“, betonte Kast.

Bürgermeister Kurt Lentsch war seit 2006 Stadtparteiobmann, nun legt er dieses Amt zurück. „Die Gemeinderatswahlen 2012 sind alles andere als gut für uns ausgegangen, da habe ich viel Kritik einstecken müssen. Im Jänner dieses Jahres haben wir dann eine Klausur gemacht, wo wir Probleme innerhalb der Gruppe offen angesprochen haben“, sagt Lentsch.

ÖVP startet jetzt „Perspektivenprozess“

Für die ÖVP gibt es viele Themen, die es anzusprechen und auszudiskutieren gilt. Dazu soll ein „Perspektivenprozess“ ins Leben gerufen werden: „Wir müssen, wenn wir breiter werden wollen, Personen einbeziehen, die nicht alle aus unserem engsten Kreis kommen. Menschen, die sich Gedanken um Neusiedl am See machen. Leute, die mitwirken wollen, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen - auch wenn sie nicht Parteimitglieder sind, dürfen wir uns nicht davor scheuen, einen Dialog zu führen und dann Schlüsse daraus ziehen. Ohne eine politische Vorgabe, was innerhalb dieser Diskussionsgruppen rauszukommen hat“, umreißt der neue Stadtparteiobmann seine Pläne.

Die neue Dreier-Spitze und die Verjüngung im Vorstand ist für Kast notwendig: „Offen sein für neue Ideen - offen sein für unkonventionelle Vorschläge - Betriebsblindheit ablegen, aber auch, und das ist ganz wichtig, anderes Klientel von unseren Vorschlägen zu überzeugen.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Pia Reiter aus der dieswöchigen Neusiedler BVZ: