Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Neue Einsegnungshalle in Bau. 970.000 EURO / So viel wird die neue Einsegnungshalle in Frauenkirchen kosten. NESt-Chef Erich Stekovics wettert: „Das Ganze hätten wir weitaus billiger haben können.“

Projekt gestartet. Die SPÖ und die ÖVP stimmten den Neubau der Einsegnungshalle zu. Dieser soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden.  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

FRAUENKIRCHEN /  Wie vor Kurzem sowohl SPÖ als auch ÖVP via Informationsblatt verkündet haben, wird mit dem Bau der neuen Einsegnungshalle in Kürze begonnen. Kostenpunkt des Projekts: 970.000 Euro. Finanziert wird das Ganze durch die Gelder, die durch den Verkauf der BEGAS-Anteile in die Gemeindekassen geschwemmt wurden.

Die neue Einsegnungshalle  soll heuer noch fertig werden

Highlights des Neubaus: ein Meditationsgarten, ein Verabschiedungsraum, ein Urnenhain und eine WC-Anlage, die sowohl von außen als auch von innen begehbar sein soll. Hintergedanke: „Wir wollen dieses WC auch bei Veranstaltungen benützen“, erklärte SPÖ-Bürgermeister Josef Ziniel. Dabei betonte er, dass der Neubau in dieser Form vom „Kirchenrat, Dorferneuerungsrat und vom Pfarrer abgesegnet wurde.“ Nachsatz: „Für uns war das die beste Lösung.“

Auch die ÖVP stimmte im Gemeinderat dem Neubau zu. „Wir waren am Anfang für eine Renovierung des alten Gebäudes. Aber es war schnell klar, dass das keinen Sinn mehr macht, weil zu viel schon kaputt ist und es nicht mehr den neuesten Standards entspricht“, meinte ÖVP-Fraktionschef Markus Pollreiss.

Zur Info: Die jetzige Leichenhalle bleibt so lange bestehen, bis der Neubau, der gleich neben der alten Halle errichtet wird, fertig ist. „Wenn das neue Gebäude fertig ist, wird die alte Halle abgerissen und ein überdachter Vorplatz entstehen“, so Ziniel. Damit ist gewährleistet, dass trotz des Neubaus keine Begräbnisse in anderen Gebäuden abgehalten werden müssen.

Widerstand gegen das Projekt leistete die Namensliste Stekovics (NESt). Jedoch nicht gegen den Neubau an sich, „sondern gegen das Grundstück, auf den dieser entsteht und von der Gemeinde gegen Tausch eines weitaus größeren Grundstücks erworben wurde“, erläuterte Fraktionsvorsitzender Erich Stekovics. „Es ist eine Tatsache, dass wir das Projekt weitaus billiger haben hätten können. Der Pfarrer hätte uns einen günstigeren Grund für den Neubau angeboten. Außerdem hätte man die neue Einsegnungshalle auf dem Platz, wo jetzt die alte steht, errichten können.“ Deswegen hat die NESt dem Projekt im Gemeinderat auch die Zustimmung verwehrt.