Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Neues Konzept für Kulinarik. KITTSEE TANZ /  Das Festival wird von Musik und Kultur im Renaissance-Stil umrahmt. Das passende Kulinarikangebot sorgte erst für Diskussion.

KITTSEE / Die Premiere von „Kittsee Tanz“ im Rahmen eines Renaissance-Abends mit passendem Musik- und Kulinarikangebot steht kurz bevor: Am Freitag werden die Tänzer des „Balet Bratislava“ und der „Grand Rapids Ballet Company“ erstmals „Romeo und Julia“ zum Besten geben. Dabei wird es beim ersten Tanzfestival in Kittsee auch einige Neuheiten geben: Für Gesprächsstoff im Ort sorgt dabei das umfassende Renaissance-Thema, das sich auch durch das Kulinarikangebot ziehen wird.

Durchgehend: Von Julia-  Bowle bis historisches Brot

So werden bei den Verkaufsständen vor dem Schloss heuer auch Speisen und Getränke im Renaissance-Stil geboten - ein Konzept, welches es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Auch im Rahmenprogramm werden erstmals Musiker des Kittseeer Musikvereins sowie Jongleure, Feuerschlucker und Akrobaten zusammentreffen. Neben dem Stand von Winzer Johann Frey, der den offiziellen Festivalwein kredenzt, und dem Bastelverein, der eine „Julia-Bowle“ serviert, ist die Kittseer Fleischerei Domschitz für die kulinarische Versorgung zuständig: „Ich finde das Kulinarikkonzept von der Idee her nicht schlecht, es ist einfach etwas Neues, jeder Anfang ist schwer. Das Speiseangebot orientiert sich bei uns heuer an der Renaissance in moderner Form. Es wird etwa Krautsuppe, ein spezielles Renaissance-Brot nach altem Rezept oder Gegrilltes mit Preiselbeeren und Kräutern geben“, so Karin Domschitz gegenüber der BVZ. Andrea Schiszler, die während des Tanzfestivals beim Stand des Marillenvereins tätig ist, sieht dies ähnlich: „Die Gäste wissen einfach seit Jahren ganz genau, was sie an unseren Ständen bekommen. Wir haben nun aber einen Konsens gefunden. Jeder Stand bietet eine spezielle Renaissance-Speise an. Bei uns sind das etwa Marillen mit Schokolade oder Bier mit Marillengeschmack.“ Bürgermeisterin Gabriele Nabinger meint dazu: „Dies ist einfach ein neues Konzept, natürlich wollen die Standbetreiber aber auch von ihrer Verkaufsmöglichkeit profitieren und wissen, was sich verkauft.“

Angebot: Ermäßigter Eintritt  mit Renaissance-Kostümen

Produzent Alex Kinnear hält der Skepsis gegenüber dem neuen Kulinarikangebot entgegen: „Der Hauptgedanke jedes Festivals ist, etwas Neues und Interessantes zu präsentieren. In Wien und Hainburg stehen auf Festivals Spezialitäten auf dem Speiseplan, warum sollte das Burgenland keine haben? Wir feiern den Erfolg in der Diskussion um das kulinarische Angebot so, dass Besucher in Renaissance-Kostümen eine 50-prozentige Ermäßigung auf Eintrittskarten bekommen.“ Dafür wird es auch ein Willkommensgetränk geben.