Erstellt am 19. November 2014, 08:26

von NÖN Redaktion

Um Männer gekämpft. Langzeitarbeitslose, die älter als 50 sind, bekommen in der neuen Werkstatt eine neue Chance.

Bei der Arbeit. Hier wird mit dem Rohstoff Holz gearbeitet.  |  NOEN, Pia Reiter

„Wir haben lange darum gekämpft, jetzt ist die Werkstatt seit 1. Oktober Realität, der Bedarf ist da“, sagt AMS-Geschäftsstellenleiterin Petra Beidl über die neue Koryphäen-Männerwerkstatt in der Eisenstädterstraße. Hier finden acht erwerbslose Männer, die älter als 50 Jahre alt sind und mehr als sechs Monate keinen Job haben, eine Möglichkeit, wieder ins Berufsleben zurückzufinden. Finanziert wird das Projekt vom AMS Burgenland und durch Eigenerlöse.

Gestartet wurde bei Null: „Am Anfang hatten wir nicht einmal einen Akkuschrauber“, sagt Werner Giefing. Verwendet werden ausschließlich Sachen, die von anderen nicht mehr gebraucht werden und wieder in den Kreislauf zurück gebracht. So stellt zum Beispiel die Firma Pioneer Paletten zur Verfügung, aus denen dann zum Beispiel ein Unterbau für die Werkstätte gebaut wurde, später sollen aus den Paletten dann Gartenmöbel produziert werden. Die in der Werkstatt produzierten Dinge sollen am Weihnachtsmarkt auf der Wiener Freyung angeboten werden. Der Vollbetrieb der Werkstatt ist nach Weihnachten geplant, derzeit wird parallel produziert und gleichzeitig noch die Werkstatt eingerichtet.

Derzeit gibt es insgesamt 33 TransitarbeitnehmerInnen bei den Koryphäen und nächstes Jahr kann das ursprüngliche Frauenprojekt bereits sein 20. Jubiläum feiern.