Erstellt am 08. Juli 2015, 05:51

von Pia Reiter

Flüchtlinge im Fachschulen-Internat. Arbeitersamariterbund adaptiert Räume der leeren landwirtschaftlichen Fachschule und startet Hilfsprojekt.

Vorbereitungen haben bereits begonnen. Am Montag startete der Arbeitersamariterbund mit der Adaptierung der ehemaligen Internatsräume der landwirtschaftlichen Fachschule, in der bis Freitag vier Klassen der Klostervolksschule untergebracht waren. Foto: Pia Reiter  |  NOEN, Pia Reiter

„Wir haben das Schulende abgewartet, doch jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochbetrieb. Spätestens in zwei Wochen sollen die ersten Flüchtlinge kommen“, bestätigt Arbeitersamariterbund-Geschäftsführer Wolfgang Dihanits, die Pläne in der bisherigen Expositur der Klostervolksschule, die wegen Umbau ausweichen musste, Flüchtlinge unterzubringen.

Ersten Flüchtlinge bereits am Wochenende erwartet

Da die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) leer steht und Eigentum des Landes Burgenland ist, war schon länger geplant, dort ab Herbst 2015 Asyl-suchende unterzubringen. Bei der angedachten Quote von 1% der Stadtbevölkerung wären das in Neusiedl am See rund 80 Personen.

Ministerin Mag. Mikl-Leitner hat dem Land Burgenland aufgrund der dringenden Notwendigkeit eine Frist gesetzt, weshalb die ersten Flüchtlinge voraussichtlich dieses Wochenende in die LFS gebracht werden. Es wird sich dabei um ein „Notquartier“ für bis zu maximal 80 Personen handeln. Nach und nach wird das Gebäude als „festes Quartier“ für bis zu 60 Personen adaptiert.



Im Gespräch war das Projekt in der Franz-Liszt-Gasse schon länger, das Internat im linken Teil des Gebäudes der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule, die vor einem Jahr geschlossen wurde, war als Unterbringungsmöglichkeit für Asylwerber bereits vor einigen Monaten im Gespräch.

Das scheiterte aber damals am Widerstand der Eltern – die BVZ berichtete:

Derzeit ist der Arbeitersamariterbund mit der Adaptierung der Räume und der sanitären Einrichtungen beschäftigt. Auch die Ausstattung der ursprünglichen Internatszimmer wird überprüft und wenn nötig erneuert.

„Nicht nur Männer, sondern auch Familien“

x  |  NOEN, Pia Reiter
„Wir arbeiten sehr intensiv, Detailgespräche laufen, die Frist, bis das Gebäude bezugsfertig sein soll, ist sehr kurz“, betont Dihanits.

In dem dreistöckigen Gebäude könnten, geht man von den ursprünglichen Internatsbetten aus, rund 40 Flüchtlinge Platz finden.

„Derzeit steht die Anzahl noch nicht fest, wenn es gelingt, sollen hier nicht nur Männer, sondern auch Familien untergebracht werden“, sagt er.

Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) meint dazu: „Ich weiß leider noch nichts Konkretes, sobald wir Informationen haben, ist eine Bürgerversammlung geplant. Wir stehen grundsätzlich zu unserer Verantwortung. Die Gemeinde würde sich gerne einbringen. Bei uns haben sich bereits Freiwillige gemeldet, die bei der Betreuung und Sprachkursen einbringen möchten.“