Erstellt am 22. Juli 2014, 14:40

von Pia Reiter

Klosterschule reisst Turnsaal ein. Schulerhalter will Um- und Zubau bis Herbst 2015 über Bühne bringen, Geschäftsführer Rudolf Luftensteiner über die Verzögerung durch die Politik und die dadurch entstandenen Kosten.

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, der Turnsaal der privaten Klosterschule in Neusiedl am See ist Geschichte.  |  NOEN, Wolfgang Borbely
Die Bagger rollen, der Abriss der alten Turnhalle wird in Angriff genommen: Nach der Zustimmung des Landes zum Um- und Zubau des Kindergarten Gartenweges und der Klosterschule, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadtgemeinde und dem Schulbetreiber, der Vereinigung österreichischer Ordensschulen überwiegt klar die Erleichterung bei Geschäftsführer Rudolf Luftensteiner: „Wir sind einfach nur froh, dass jetzt alles so rasch gegangen ist. Denn wir hatten mit den zuständigen Firmen seit mehr als einem Jahr alles ausverhandelt. Gott sei Dank konnten die dann so rasch reagieren.“

Unterricht so wenig wie möglich beeinträchtigen

Die Firmen arbeiten laut dem Geschäftsführer des Schulerhalters auf Hochtouren, denn der Abbruch, dann der Aushub und die Rodungsarbeiten der Bäume sollen unbedingt so schnell wie möglich über die Bühne gebracht werden. Der Unterricht ab September soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Die Zeit drängt, denn der Mietvertrag mit der Belig, die die nun leer stehende landwirtschaftliche Fachschule verwaltet, und deren Räume die Klosterschule angemietet hat, läuft nur bis Sommer 2015: „Deshalb soll bis Weihnachten der Rohbau stehen, um Herbst 2015 wollen wir die Klassen beziehen“, betont Luftensteiner.

Der ursprüngliche Zeitplan war ein ganz anderer: Bereits seit einem Jahr hätte der Um- und Zubau fertig sein sollen. Doch das Land verweigerte seine Zustimmung, mit Verweis auf die Finanzsituation der Stadtgemeinde, die als Projektpartner fungiert. „Wir sind jetzt guten Mutes, die Verzögerung kostet uns eine Menge Geld, weil wir in der landwirtschaftlichen Fachschule jetzt bis Ende Juni 2015 eingemietet sind. Da ist uns eine enorme Belastung durch die Politik zugefügt worden. Ein kleiner Schulerhalter hätte das nicht ausgehalten“, meint Luftensteiner.