Neusiedl am See

Erstellt am 13. Januar 2018, 05:00

von Pia Reiter

Kredit: Stadt erspart sich 163.000 Euro. Bestehende langjährige Kredite der Stadtgemeinde wurden überprüft und sind nun dank Fixverzinsung günstiger.

Ersparnis. Durch eine Neu-Ausschreibung von längerlaufenden Krediten wird es für die Stadtgemeinde nun um rund 163.000 Euro günstiger.  |  BVZ

Die Eisenstädter Firma FRC hat die Kredite der Stadtgemeinde unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Für länger laufende Rückzahlungen wurde die Empfehlung abgegeben, einen Fixzinssatz zu vereinbaren. „Es handelt sich hier um eine Kredit-Reorganisation.

Das bedeutet: Bestehende Kredite mit variablen Zinssätzen werden in einen neuen Kredit mit Fixverzinsung umgewandelt. Dadurch entstehen keine neuerlichen Schulden. „Bei einer Gesamtsumme von 5,025 Millionen Euro erspart sich die Stadtgemeinde dadurch rund 163.000 Euro“, heißt es aus dem Rathaus. Da eine Fixverzinsung derzeit so günstig wie schon lange nicht zu haben ist, sei diese Vorgehensweise empfehlenswert, da man mit fixen Annuitäten planen könne.

Böhm: "Kredite werden überprüft"

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) erklärt zur Vorgehensweise: „Die Kredite wurden von einem Eisenstädter Unternehmen im Auftrag der Stadtgemeinde überprüft. Der einstimmige Stadtratsbeschluss stammt bereits aus der vergangenen Periode.“ Nach einer Ausschreibung bekam die Bank Amadi, Nachfolgebank der Hypo-Alpe-Adria mit einem angebotenen Zinssatz von 0,95 Prozent den Zuschlag. Laut Rathaus befürwortet die Aufsichtsbehörde (Gemeindeabteilung des Landes) diese Vorgehensweise einerseits, weil fixe Annuitäten planbar sind, andererseits, weil sich die Gemeinde eine beachtliche Summe erspart.

„Damit sind wir gut abgesichert für die Zukunft. Ich halte das für eine absolut sinnvolle und gescheite Sache“, betont Vizebürgermeister Thomas Halbritter (ÖVP), der die finanzielle Situation so beschreibt: „Wir stehen gut da. Wir haben zusätzlich pro Jahr einen Spielraum von 600.000 bis 700.000 Euro, mit dem wir Investitionen tätigen können. Damit ist genau das eingetreten, was wir mit der Konsolidierung bewirken wollten.“

Die Stadtchefin beurteilt die Finanzlage der Stadt aber weiterhin als „sehr angespannt“: „Ich versuche aber, in der jetzigen Periode Investitionen wieder möglich zu machen“, so Böhm.