Neusiedl am See

Erstellt am 14. September 2016, 11:10

von Pia Reiter

Seehotel im Fokus. Finanzierungsmodell („buy to let“) des Projekts „Am Hafen“ soll in Konflikt zur Widmung Bauland-Fremdenverkehr stehen.

Bei der Präsentation. Die „Am Hafen“-Geschäftsführer Bernd Gaiswinkler und Wolfgang Gollner mit den Plänen zum Seehotel und den 23 Seehäusern. Finanziert wird das Projekt mit dem „buy to let“-Modell, das derzeit vom Land Burgenland unter die Lupe genommen wird.  |  BVZ, Pia Reiter

Das Land Burgenland befasst sich derzeit mit dem Seehotel, bestätigt Peter Zinggl, Hauptreferatsleiter der Abteilung Landesplanung: „Die neue Art der Finanzierung über „buy to let“ (kaufen, um zu vermieten) steht potenziell in Konflikt zum Landesentwicklungsprogramm, das besagt, dass Uferzonen des Neusiedler Sees nur touristisch genutzt werden dürfen.“

Laut Zinggl dürfen dort keine Feriensiedlungen gebaut werden, touristische Projekte haben Vorrang: „Die zuständigen Behörden gehen gerade der Frage nach, ob aufgrund des Finanzierungsmodells gegen Auflagen verstoßen wird.“ Für den Landesplaner ein wichtiger Aspekt, der derzeit noch ungeklärt ist, Ergebnisse liegen noch keine vor.

Betreiber: Finanzierung ist widmungskonform

Anders sehen das die Betreiber des Seehotels: „Das „buy to let“-System unseres Projekts ist so konzipiert, dass es widmungskonform ist. Das wurde auch mehrfach von Anwälten geprüft“, betont Geschäftsführer Bernd Gaiswinkler. Wesentlich ist laut Gaiswinkler, dass die „buy to let“-Einheiten dem Hotel ganzjährig zur Verfügung stehen. Buy to let ist eine Finanzierungsform, die über das Grundbuch gesichert ist. „Es gibt keinen Unterschied zwischen einem „buy to let Zimmer“ und einem „normalen Zimmer“. Wie der Name buy to let schon impliziert – es wird gekauft um zu vermieten und nicht um darin zu wohnen“, so der Geschäftsführer.

Weiters laufen alle Vorbereitungen für das Projekt nach Plan. Der Spatenstich ist für Anfang November geplant.