Erstellt am 11. Juli 2014, 06:01

von NÖN Redaktion

Zuschuss durch Stadt?. Schulhofsanierung / Rund 20.000 Euro vom Erlös mehrerer Grundstücksverkäufe sollen der Tabor-Volksschule zugute kommen.

Für den guten Zweck. Bei der Premiere von „Ferdinand der Stier“ wurde bereits für die Sanierung des Tabor-Schulhofes gesammelt.  |  NOEN, B. Scheidl

Fleißig gesammelt wurde nicht nur bei der Premiere des Singspiels „Ferdinand, der Stier“ durch die 4a-Klasseder Tabor-Volksschule Ende Mai (siehe Bild): Zusammen mit den Einnahmen des Benefizabends konnten durch diverse Aktivitäten des Elternvereins bereits 10.000 Euro für die Sanierung und Neugestaltung des Schulhofes zusammengetragen werden, erklärt Elternvereins-Obfrau Regina Virag auf Anfrage der BVZ.

Geht es nach der jüngsten Gemeinderatssitzung, so soll sich diese Summe noch vergrößern: Einen einstimmigen Grundsatzbeschluss gab es nämlich zum Antrag auf Sanierung des Schulgartens der Volksschule am Tabor beziehungsweise der ersten Ausbaustufe. Dabei brachten Grüne und ÖVP den Vorschlag auf, durch einen Teil des Erlöses mehrerer Grundstücksverkäufe eine finanzielle Unterstützung in der Größenordnung von 20.000 Euro für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Stadtrat Thomas Halbritter (VP) dazu: „Es stimmt, dass aus einem Teil der Grundstückserlöse die noch benötigten finanziellen Mittel für die Umsetzung der ersten Ausbauphase finanziert werden sollen. Hier sind die Verträge aber noch nicht unterzeichnet, deshalb möchte ich nicht mehr dazu sagen möchte.“

"Wir hoffen, dass das kein leeres Versprechen bleibt"

Alexandra Fischbach („Grüne“), Obfrau des Konsolidierungsausschusses, dazu: „Der Gemeinderat hat aufgrund der schwierigen finanziellen Situation vor Kurzem ein Konsolidierungspaket beschlossen. Durch die Grundstücksverkäufe ergeben sich für die Stadt zwar Einnahmen, die zuvor nicht budgetiert waren. Da wir aber eigentlich so lange, bis die finanzielle Lage wieder besser ist, keine Investitionen tätigen können, muss zuerst mit der Gemeindeaufsicht des Landes abgeklärt werden, ob ein Teil dieses Geldes trotz Konsolidierungsbedarf für die dringend notwendige Sanierung des Schulhofes verwendet werden darf.“

Vizeortschefin Lisa Böhm (SP) steht grundsätzlich hinter der Sanierung, bleibt aber kritisch: „Wir hoffen, dass das kein leeres Versprechen an die Eltern bleibt, weil ja das Geld vom Land noch gar nicht genehmigt ist.“


Schulhof-Pläne

  • Elternvereins-Obfrau Regina Virag zum jüngsten Grundsatzbeschluss des Gemeinderates: „Wir haben uns sehr über die Unterstützung der Gemeinde gefreut, vor allem über den einstimmigen Beschluss. Es freut uns auch, dass unser Projekt Anklang fand und unser dahinter stehendes Engagement erkannt wurde. Unser bisher erstelltes Konzept wurde für gut befunden und soll ohne Änderungen übernommen werden.“

  • Die detaillierte Planung sowie die Einholung der Angebote sollen bis Ende August erfolgen. Erste bauliche Maßnahmen sollen dann im Herbst folgen. Eine Zukunftsvision stellt auch ein kleiner Nutzgarten dar, der von den Kindern in Eigenregie mit Kräutern oder Gemüse bepflanzt werden kann.

  • „Im ersten Schritt sollen die Wege gepflastert, die Wiese neu angelegt und die Sitzstufen aus Holz errichtet werden, die eine Art „Atrium“ darstellen. Die Stufen können sowohl als Zuschauertribüne bei sportlichen Veranstaltungen als auch als Bühne bei Festen verwendet werden. Für die zweite Böschung ist ein Terrassengarten geplant, der eine Art Spieldschungel darstellt“, erzählt Nina Kovacs-Böhm, Architektin und Vertreterin des Elternvereins gegenüber der BVZ.