Erstellt am 24. September 2014, 07:04

von NÖN Redaktion

Segelzentrum: Ausbau muss warten. 600.000 Euro-Projekt wackelt: Stadt, Land und Bund sollten je ein Drittel zahlen. Stadt gibt statt Geld Grundstücksflächen.

Erweiterung, Das Segelzentrum in Neusiedl am See soll ausgebaut werden,zusätzliche Büros, Schulungsräume und Werkstätten geplant.  |  NOEN, BVZ
Geht es nach dem Segelverband, so sollen jetzt Bund und Land für die Stadt einspringen und deren Teil bei der Finanzierung übernehmen, sagt Herbert Houf, Präsident des Segelverbandes: „Es ist richtig, dass die 1/3 -Finanzierung wackelt, da die Gemeinde Neusiedl am See aus wirtschaftlichen Gründen keinen finanziellen Beitrag zu dem Projekt leisten kann.“

Sportministerium an „Realisierung des Projektes sehr interessiert“

Laut Houf hat der Segelverband daher bei Bund und Land das Ersuchen deponiert, dass von deren Seite die notwendige Finanzierung zur Errichtung unseres Erweiterungstraktes zur Gänze übernommen wird, derzeit laufen die Gespräche zwischen dem Sportministerium und dem Land Burgenland.

Aus dem Sportministerium heißt es dazu: „Wir sind an der Realisierung des Projektes sehr interessiert. Eine Erhöhung des Bundesanteils ist denkbar, wenn auch Land und Gemeinde ihren Beitrag zum Gesamtprojekt leisten. Das ist aber derzeit noch Gegenstand von Gesprächen. Über konkrete Summen zu sprechen ist noch zu früh, da noch Gespräche ausstehen.“

Auch Landeshauptmann Hans Niessl strebt eine Lösung an, betont aber: „Wir sind gesprächsbereit, wollen aber trotzdem feststellen, inwieweit die getroffenen Vereinbarungen auch eingehalten werden. Schließlich profitiert die Stadt Neusiedl am See ja auch davon.“

Bürgermeister: „Aufgabe des Segelverbandes, das abzuklären“

Das Projekt war im August des Vorjahres, wenige Wochen vor den Nationalratswahlen präsentiert worden (die BVZ berichtete). Schon damals hatte Houf zum Anteil der Stadtgemeinde an dem Projekt gesagt: „Der Anteil der Stadt besteht darin, dass sie die zur Erweiterung benötigten Flächen zur Verfügung stellt und sich um Aufschließung des Zugangsbereiches sowie des Verkehrs kümmert.“

Dazu ist Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) auch bereit: „Von Anfang an war die Rede davon, dass wir den Segelverband auf diese Weise unterstützen. Es ist Aufgabe des Segelverbandes, das mit Bund und Land abzuklären. Finanzielle Beteiligung ist für uns nicht möglich, weil wir uns mitten in der Konsolidierung befinden.“

Alexandra Fischbach, Obfrau des Konsolidierungsausschusses, sagt: „Angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde sehe ich in den nächsten Jahren keine Möglichkeit, dass sich die Gemeinde an diesem Projekt beteiligen kann, da kein Geld vorhanden ist. Der Konsolidierungsprozess, ist dringend notwendig, damit die Gemeinde nicht zahlungsunfähig wird. Gerade das Land hat uns einen strikten Sparkurs auferlegt und klargemacht, dass Darlehen für zusätzliche Investitionen nicht bewilligt werden, solange die Finanzen nicht saniert sind.“